Maria Butina 18 Monate Haft für Russin wegen Agententätigkeit in USA

Sie soll versucht haben, die Waffenlobby zu infiltrieren: Die Russin Maria Butina muss für 18 Monate ins Gefängnis. Zuvor hatte die Russin ihre Agententätigkeit in den USA gestanden.

Maria Butina
REUTERS/Alexandria Sheriffs

Maria Butina


Wegen ihrer illegalen Agententätigkeit ist die Russin Maria Butina zu 18 Monaten Haft in den USA verurteilt worden. Die 30-Jährige hatte sich schuldig bekannt, als Agentin ihres Heimatlandes konservative US-Zirkel unterwandert zu haben. Das von einem Gericht in Washington verhängte Strafmaß gegen sie entsprach der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Die Angeklagte hatte eingeräumt, zwischen 2015 bis zu ihrer Festnahme im Juli 2017 unter Anleitung eines Moskauer Regierungsvertreters in den USA operiert zu haben. Das umfasst auch die Zeit des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016. Butina, die sich als Waffenrechtsaktivistin engagierte, soll unter anderem versucht haben, die US-Waffenlobby National Rifle Association (NRA) zu infiltrieren. Die NRA steht den Republikanern von US-Präsident Donald Trump nahe.

Das Verfahren gegen Butina geht nicht auf die Russland-Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller zurück. Mueller hatte mögliche Absprachen von Vertretern des Trump-Lagers und Russlands im Wahlkampf 2016 untersucht. US-Geheimdienste werfen Russland eine versuchte Einflussnahme auf die damaligen US-Wahlen vor.

Butina war mit einem Studentenvisum in Washington immatrikuliert. Die US-Bundespolizei FBI hielt das Studium für eine Tarnung der Agententätigkeit. Nach ihrer Festnahme war gegen Butina Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr verhängt worden. Nach dem Absitzen ihrer restlichen Haftstrafe soll Butina den Berichten zufolge nach Russland abgeschoben werden. Die Regierung in Moskau hatte ihre Freilassung gefordert.

asc/dpa/AFP

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