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23. Juli 2019, 19:27 Uhr

Nach Nominierung durch Trump

US-Senat bestätigt Mark Esper als Verteidigungsminister

Mark Esper will schaffen, was seinem Vorgänger James Mattis nicht gelang: internationale Bündnisse schmieden. Nun hat ihn der US-Senat als neuen Verteidigungsminister bestätigt.

Der Spitzenposten im Pentagon ist nach mehr als einem halben Jahr wieder regulär besetzt: Der US-Senat hat Mark Esper als neuen Verteidigungsminister bestätigt. Die Abgeordneten votierten mit 90 zu 8 Stimmen für die Personalie. Der von Präsident Donald Trump nominierte 55-Jährige sollte noch am Dienstagabend vereidigt werden, wie das Pentagon mitteilte.

Der frühere Verwaltungschef des US-Heeres folgt auf Patrick Shanahan, der den Posten nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister James Mattis vor sieben Monaten nur kommissarisch übernommen hatte. Nachdem Trump ihn zunächst dauerhaft zum Verteidigungsminister machen wollte, hatte Shanahan davon Abstand genommen.Die "Washington Post" hatte über frühere Gewalttaten in seiner Familie berichtet.

Esper war bislang Secretary of the Army und damit der ranghöchste Zivilist im US-Heer, der direkt dem Verteidigungsminister unterstellt ist. Er war selbst Soldat in der Armee und wurde dabei unter anderem für seinen Einsatz im zweiten Golfkrieg ausgezeichnet. Später arbeitete er als Lobbyist für den Rüstungskonzern Raytheon.

Unterstützung von Demokraten und Republikanern

Esper hatte sich in der vergangenen Woche in einer Anhörung den Fragen der Senatoren gestellt. Dabei erhielt er bereits starke Unterstützung von Demokraten und Republikanern. Einzig die demokratische Präsidentschaftskandidatin Elisabeth Warren zog sein Verhältnis zu Raytheon in Zweifel.

Esper erklärte bei der Anhörung, er sei fest entschlossen, Allianzen mit anderen Ländern zu stärken. Sein Vorgänger Mattis hatte in seinem Rücktrittsschreiben an Trump grundlegende inhaltliche Differenzen mit dem Präsidenten als Grund für seinen Rückzug genannt und dabei die Bedeutung internationaler Bündnisse betont. Trump hat unter anderem die Nato immer wieder scharf kritisiert.

Auf die Frage, ob auch er wegen einer solchen Angelegenheit zurücktreten würde, sagte Esper in der Anhörung, dass er einen Rücktritt in Betracht ziehen würde, wenn er aufgefordert werden würde, etwas Illegales oder Unmoralisches zu tun.

mfh/AFP/dpa/Reuters

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