Nach Nominierung durch Trump US-Senat bestätigt Mark Esper als Verteidigungsminister

Mark Esper will schaffen, was seinem Vorgänger James Mattis nicht gelang: internationale Bündnisse schmieden. Nun hat ihn der US-Senat als neuen Verteidigungsminister bestätigt.

Mark Esper will als neuer Verteidigungsminister umsetzen, was seinem Vorgänger James Mattis unter Präsident Donald Trump schwerfiel. Ob das klappt?
AFP/SAUL LOEB

Mark Esper will als neuer Verteidigungsminister umsetzen, was seinem Vorgänger James Mattis unter Präsident Donald Trump schwerfiel. Ob das klappt?


Der Spitzenposten im Pentagon ist nach mehr als einem halben Jahr wieder regulär besetzt: Der US-Senat hat Mark Esper als neuen Verteidigungsminister bestätigt. Die Abgeordneten votierten mit 90 zu 8 Stimmen für die Personalie. Der von Präsident Donald Trump nominierte 55-Jährige sollte noch am Dienstagabend vereidigt werden, wie das Pentagon mitteilte.

Der frühere Verwaltungschef des US-Heeres folgt auf Patrick Shanahan, der den Posten nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister James Mattis vor sieben Monaten nur kommissarisch übernommen hatte. Nachdem Trump ihn zunächst dauerhaft zum Verteidigungsminister machen wollte, hatte Shanahan davon Abstand genommen.Die "Washington Post" hatte über frühere Gewalttaten in seiner Familie berichtet.

Esper war bislang Secretary of the Army und damit der ranghöchste Zivilist im US-Heer, der direkt dem Verteidigungsminister unterstellt ist. Er war selbst Soldat in der Armee und wurde dabei unter anderem für seinen Einsatz im zweiten Golfkrieg ausgezeichnet. Später arbeitete er als Lobbyist für den Rüstungskonzern Raytheon.

Unterstützung von Demokraten und Republikanern

Esper hatte sich in der vergangenen Woche in einer Anhörung den Fragen der Senatoren gestellt. Dabei erhielt er bereits starke Unterstützung von Demokraten und Republikanern. Einzig die demokratische Präsidentschaftskandidatin Elisabeth Warren zog sein Verhältnis zu Raytheon in Zweifel.

Esper erklärte bei der Anhörung, er sei fest entschlossen, Allianzen mit anderen Ländern zu stärken. Sein Vorgänger Mattis hatte in seinem Rücktrittsschreiben an Trump grundlegende inhaltliche Differenzen mit dem Präsidenten als Grund für seinen Rückzug genannt und dabei die Bedeutung internationaler Bündnisse betont. Trump hat unter anderem die Nato immer wieder scharf kritisiert.

Auf die Frage, ob auch er wegen einer solchen Angelegenheit zurücktreten würde, sagte Esper in der Anhörung, dass er einen Rücktritt in Betracht ziehen würde, wenn er aufgefordert werden würde, etwas Illegales oder Unmoralisches zu tun.

mfh/AFP/dpa/Reuters



insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
draco2007 23.07.2019
1.
Seit einen halben Jahr ohne Verteidigungsminister? Aber Stress mit dem Iran anfangen. Sehr gut Trump. DU bist der größte Experte von allen. Wozu hast du überhaupt irgend einen Mitarbeiter. Sind doch eh alles Ja-Sager...
mayazi 23.07.2019
2. Rücktritt...
"...wenn er aufgefordert werden würde, etwas illegales oder unmoralisches zu tun." Also morgen?
s.l.bln 23.07.2019
3. Dunning...
Zitat von draco2007Seit einen halben Jahr ohne Verteidigungsminister? Aber Stress mit dem Iran anfangen. Sehr gut Trump. DU bist der größte Experte von allen. Wozu hast du überhaupt irgend einen Mitarbeiter. Sind doch eh alles Ja-Sager...
...Kruger.
draco2007 23.07.2019
4.
Zitat von s.l.bln...Kruger.
Sollte umbenannt werden ^^
jana45 23.07.2019
5. Die USA hat ja schon starke Verbündete:
Diese sind die meisten EU-Länder, Türkei, Israel, Japan, Australien, Kanada, Südkorea, um nur einige zu nennen. Man fragt sich an was für Verbündete der neue Verteidigungsminister denken mag, wenn er neue Allianzen schmieden möchte - und gegen wen? Vermutlich sind diese gegen China gerichtet und dienen auch dazu Waffenexporte anzukurbeln. Damit ähnelt die USA Russland, welches ebenfalls nicht bereit ist seinen Bedeutungsverlust zu akzeptieren, was nichts an dessen Realität ändert. Doch China und bald auch Indien werden die USA (und den gesamten Westen) sicher überflügeln.
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