Marokko Islamisten festgenommen

Sicherheitskräfte in Marokko haben 17 militante Muslime festgenommen. Sie sollen Verbindung zur Qaida haben. Unter den Inhaftierten waren auch zwei ehemalige Insassen des US-Gefängnisses in Guantanamo.


Rabat - Bei einem der Hauptverdächtigen handelt es sich nach Angaben der Agentur Map um einen Marokkaner, der in Syrien studierte und häufig in die Türkei reiste. Der andere sei ein Belgier marokkanischer Herkunft, der enge Verbindungen zu Nordafrikanern in Europa unterhalte. Auch er habe Reisen nach Syrien unternommen. Nähere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Unklar ist auch, wann die Festnahmen erfolgten.

Mitglieder des Netzwerks hätten Verbindungen zu kleineren Gruppen an der irakischen Grenze und enge Beziehungen zu führenden Mitgliedern des Terrornetzwerks al-Qaida, wurde die Polizei weiter zitiert.

Unter den Festgenommenen sind auch zwei Marokkaner, die im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba einsaßen. Sie wurden Ende 2001 in Pakistan und Afghanistan festgenommen und im August 2004 den marokkanischen Behörden übergeben, die sie unter Auflagen auf freien Fuß setzten.

Sie wurden den Angaben zufolge bereits am 11. November in ihren Wohnungen festgenommen. Zwei weiteren Verdächtigen wird vorgeworfen, sie hätten Extremisten angeworben.



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