Marsch auf Washington Seit 40 Jahren ein Traum

"Ich habe einen Traum": Mehrere tausend Menschen haben in Washington der historischen Rede des schwarzen Bürgerrechtlers Martin Luther King vor 40 Jahren gedacht. Wirtschaftskrise und Irakkrieg politisieren wieder die US-Öffentlichkeit.


Never ending dream: Luther King und Malcom X
AP

Never ending dream: Luther King und Malcom X

Washington - Viel sei jedoch noch zu tun, um seinen Traum endlich wahr werden zu lassen, betonte Kings Sohn Martin Luther King III am Samstag. Trotz der Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte würden viele Schwarze bei der Vergabe von Arbeitsplätzen und bei Bildungschancen noch immer benachteiligt, kritisierte er.

Zahlreiche Zeitzeugen kamen während der zweitägigen Veranstaltung vor der Gedenkstätte für Präsident Abraham Lincoln zusammen, wo King seinerzeit mit den Worten "Ich habe einen Traum" seine Vision einer Gesellschaft ohne Rassenschranken erläuterte. Nach Angaben der Organisatoren nahmen auch viele jüngere Leute an der Veranstaltung teil. Kings Witwe Coretta Scott King rief die Demonstranten auf, dem friedlichen Weg ihres Mannes weiterhin zu folgen. Andere Redner wandten sich zudem gegen die Todesstrafe, den Irak-Krieg und die schlechte Wirtschaftslage.

King hatte am 22. August 1963 seinen "Marsch auf Washington" gestartet. Unter seiner Führung protestierten mehr als 200.000 schwarze und weiße Amerikaner gegen die damalige Rassentrennung. Nachdem sie am 28. August das Lincoln Memorial erreicht hatten, hielt King seine Rede, die in die Geschichte einging. Knapp fünf Jahre später, am 4. April 1968, wurde er ermordet.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.