Mauretanien Qaida-Extremisten lassen entführte Frauen frei

Qaida-Terroristen hatten die Frauen in Mauretanien verschleppt: Eine Spanierin und eine Afrikanerin sind nun von ihren Entführern freigelassen worden. Weitere Europäer blieben offenbar in der Hand der Geiselnehmer.

Nordafrikanische Qaida-Kämpfer (Video vom Februar 2009): Ernste Bedrohung
AFP

Nordafrikanische Qaida-Kämpfer (Video vom Februar 2009): Ernste Bedrohung


Madrid - Drei Monate nach ihrer Entführung ist die Mitarbeiterin einer spanischen Hilfsorganisation in Mauretanien freigelassen worden. Die 35-jährige Alicia Gámez sei auf dem Weg nach Barcelona, teilte die Regierung in Madrid am Mittwoch mit. Die Ex-Geisel sei offenbar bei guter Gesundheit, erklärte die stellvertretende Regierungschefin María Teresa Fernández de la Vega.

Gamez war am 29. November zusammen mit zwei männlichen Kollegen in Mauretanien entführt worden, als sie für die Hilfsorganisation Barcelona Accion Solidaria Lebensmittel an Dorfbewohner verteilte. Zu der Geiselnahme bekannte sich eine Splittergruppe des Terrornetzwerks al-Qaida, die al-Qaida im islamischen Maghreb (AQIM). Die Gruppe übernahm überdies die Verantwortung für die Entführung eines Franzosen in Mali, der vor zwei Wochen freigelassen wurde.

Die Terroristen hätten auch die aus Burkina Faso stammende Ehefrau eines verschleppten Italieners freigelassen, berichteten spanische Online-Portale. Das Paar war drei Wochen nach den Spaniern ebenfalls in Mauretanien entführt worden. Die Kidnapper hatten die Geiseln daraufhin über die Grenze nach Mali gebracht.

Seit Jahren machen bewaffnete Banden die Savannen- und Wüstenzonen von Algerien, Mali, Mauretanien und Niger unsicher: Ein "rechtsfreies Gebiet" beschreibt ein Diplomaten-Dossier das Territorium, "mit allen Arten illegalen Handels".

"Gotteskrieger" verbreiten ihre Botschaft mit Gewalt und Schrecken

Jetzt rückt die öde Region ins Zentrum der Aufmerksamkeit europäischer und amerikanischer Sicherheitsdienste. Sie fürchten, dass sich die Kidnapper mit Terrorhintergrund nicht länger auf Touristen oder lokale Amtsträger beschränken, sondern sich neue Ziele suchen. "Was sich in Westafrika zusammenbraut", so ein EU-Sicherheitsexperte, könnte "schnell zu einer ernsten Bedrohung Europas" werden.

Denn die früheren Menschenhändler und Drogendealer sehen sich heute als Kämpfer für Allah und Osama Bin Laden. Und parallel zur ideologischen Radikalisierung gehen sie immer brutaler vor. Erschossene Touristen, geköpfte Soldaten, ein Bombenanschlag auf die israelische Botschaft in Mauretanien, ein Selbstmordattentat auf die französische Botschaft - die "Gotteskrieger" verbreiten ihre Botschaft mit Gewalt und Schrecken.

kgp/dpa/apn/Reuters



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Transmitter, 10.03.2010
1. Islam ist Frieden!
Zitat von sysopAl-Qaida-Terroristen hatten die Frauen in Mauretanien verschleppt: Eine Spanierin und eine Afrikanerin sind nun von ihren Entführern freigelassen worden. Weitere Europäer blieben offenbar in der Hand der Geiselnehmer. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,682822,00.html
Da sieht man es doch: Al-Qaida-Kämpfer sind tolerante, die Frauenrechte achtende, zivilisierte Mitbürger. Wir sollten mehr islamistische Lehrer in die BRD aufnehmen und finanziell fördern. Das würde unserer verklemmten Gesellschaft sicher guttun.
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