McCains Running Mate Palin betet für eine Karriere in Washington

An der Seite von John McCain scheiterte sie als Vize-Kandidatin gegen Barack Obama und Joe Biden. Doch Sarah Palin schreibt ihre politische Karriere noch nicht ab - mit Gottes Hilfe hofft sie jetzt auf eine Chance in Washington.


Washington - Sarah Palin will ihren Traum von einer Karriere in Washington nicht aufgeben. Eine Woche nach der Niederlage an der Seite des Republikaners John McCain gegen Barack Obama spekuliert die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin unverblümt auf den nächsten Termin in vier Jahren.

Palin: "Lieber vom ersten Tag an meine Kleidung getragen"
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Palin: "Lieber vom ersten Tag an meine Kleidung getragen"

Sie bete darum, dass sie "eine offene Tür" für ihre weitere politische Karriere nicht übersehe, sagte die Gouverneurin von Alaska in einem Interview des Fernsehsenders Fox.

Eine mögliche Präsidentschaftskandidatur sprach sie aber nicht direkt an. "Wenn das etwas ist, was für meine Familie, für meinen Staat und für mein Land gut ist", dann wolle sie "2012 oder vier Jahre später" durch diese Tür gehen, sagte Palin. Ihre Amtszeit als Gouverneurin von Alaska endet in zwei Jahren.

Als Präsidentschaftskandidatin der Republikaner wurde die 44-Jährige bereits ins Spiel gebracht. Doch nach der Niederlage gegen Obama hat es auch Angriffe aus den Reihen McCains gegen die Frau aus Alaska gegeben. Die Gouverneurin bezeichnete die anonymen Kritiker daraufhin als Feiglinge.

Sie habe selbst auch nie um den Kauf der 150.000 Dollar teuren Kleidung gebeten, stellte Palin in dem Interview mit Fox klar. "Ich hätte lieber vom ersten Tag an meine eigene Kleidung getragen", behauptete sie.

Kritiker hatten ihr außerdem vorgehalten, sie habe nicht gewusst, ob Afrika ein Land oder ein Kontinent sei. Auch gegen diese Vorwürfe wehrte sie sich: Sie habe sich "niemals" entsprechend geäußert.

als/AP/Reuters

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