Medienkrieg USA und Irak weisen gegenseitig Journalisten aus

Die USA haben einen irakischen Journalisten des Landes verwiesen, der seit Jahren von den Vereinten Nationen in New York berichtete. Die Antwort aus Bagdad: Vier US-Reporter müssen den Irak verlassen.


Uno-Hauptsitz in New York
AP

Uno-Hauptsitz in New York

New York - Der irakische Journalist Mohammed Allawi, der seit zwei Jahren für die amtliche Nachrichtenagentur INA von den Vereinten Nationen in New York berichtete, erhielt die Ausweisungsverfügung am Donnerstag. Allawi erklärte, als Grund für seine Ausweisung sei angegeben worden, er schade den Sicherheitsinteressen der USA. Seine Familie und er müssten laut der Verfügung binnen 15 Tagen ausreisen. Ein US-Regierungsbeamter bestätigte dies. Allawi sei in Aktivitäten verwickelt, die der Sicherheit der USA schadeten. Der irakische Uno-Botschafter Mohammed el Duri kritisierte die Entscheidung. Ihm sei unklar, wie Allawi eine Bedrohung darstellen könne.

Kurz darauf forderte Irak vier Mitarbeiter von Fox News in Bagdad zum Verlassen des Landes auf. Der US-Fernsehsender legte Beschwerde ein. Gründe für die Ausweisung seien vorerst nicht genannt worden, erklärte der Vizepräsident der Nachrichtenabteilung, John Stack. Es handele sich offenbar um eine unmittelbare Vergeltungsaktion. Sollte die Ausweisung endgültig sein, würden die Journalisten, so gut das möglich sei, von einem Nachbarland aus über die Situation in Irak berichten.

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