Autobombenexplosion Dutzende Tote bei Anschlagsserie im Irak

Attentatsserie im Irak: Innerhalb von zwei Stunden explodierten in Bagdad und drei anderen Städten mehrere Autobomben. Die Nachrichtenagentur Reuters spricht von mehr als 70 Toten. Die meisten Opfer sind schiitische Pilger.


Bagdad - Eine Anschlagsserie im Irak hat Dutzende Menschen das Leben gekostet. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von mehr als 70 Toten. Bis zu hundert weitere Menschen erlitten Verletzungen.

Innerhalb von zwei Stunden explodierten nach Angaben des Senders CNN sieben Bomben. Die meisten der Opfer seien schiitische Pilger, sagte die Polizei.

In den frühen Morgenstunden war im Bagdader Stadtteil Tadschi nahe einer religiösen Prozession eine Autobombe hochgegangen, teilte die Polizei mit. Dabei seien sieben Menschen getötet und 22 weitere verletzt worden. Bei drei weiteren Detonationen in verschiedenen Teilen der Stadt seien mindestens 19 Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden.

Die Nachrichtenagentur AFP sprach von mehreren Bomben. Unter den Toten seien auch mindestens drei Polizisten, verlautete aus Kreisen der Rettungskräfte.

Die Anschlagsserie ereignete sich inmitten der Vorbereitungen für große schiitische Feierlichkeiten in Bagdad zu Ehren des Todes von al-Kadhim aus dem achten Jahrhundert. Er gehört zu den zwölf wichtigsten Heiligen der Schiiten und ist in einem Schrein in Bagdad beigesetzt. Seines Todestages wird in diesem Jahr am 18. Juni gedacht.

In der Stadt Hilla im Süden von Bagdad explodierten zwei Bomben vor Restaurants, die üblicherweise von Polizisten besucht würden. Dabei wurden laut AP 21 weitere Menschen getötet. AFP sprach von 19 Opfern, bis zu 40 Menschen erlitten Verletzungen.

In der Stadt Kerbela detonierte eine Autobombe in der Nähe einer Gruppe schiitischer Pilger und tötete zwei Menschen. Weitere 22 seien bei dem Anschlag verletzt worden, teilten Vertreter der Polizei und der Krankenhäuser mit.

Bei der Explosion zweier in Fahrzeugen versteckter Sprengsätze in der Ortschaft Balad nördlich von Bagdad wurden den Behördenangaben zufolge sieben Pilger getötet und 34 weitere verletzt.

Zuletzt hatte es am 4. Juni einen großen Anschlag in Bagdad gegeben, als ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe am Sitz einer religiösen schiitischen Stiftung 25 Menschen tötete. Zu dem Attentat bekannte sich die zum Terrornetzwerk al-Qaida gehörende Gruppe "Islamischer Staat Irak".

heb/AP/Reuters/AFP



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
munkelt 13.06.2012
1.
Zitat von sysopAttentats-Serie im Irak: In der irakischen Hauptstadt Bagdad und der nahen Stadt Hilla sind bei Bombenexplosionen mindestens 40 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden verwundet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,838530,00.html
Diese Meldungen rütteln schon gar nicht mehr auf. Zu oft hat man von Anschläge im Irak gehört. Das ist entsetztlich, wie leben bloß die Bürger im Irak? Wie kommen die mit diesen ständigen Bedrohungen zurecht?
c59 13.06.2012
2. Alltag ...
Zitat von sysopAttentats-Serie im Irak: In der irakischen Hauptstadt Bagdad und der nahen Stadt Hilla sind bei Bombenexplosionen mindestens 40 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden verwundet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,838530,00.html
Irgendwie ist das Alltag oder? Zugleich eine andere Welt, eine andere Zeit. Hoffen wir mal, dass uns so was noch eine Zeit lang erspart bleibt.
G-Kid 13.06.2012
3. Raten Sie mal,
Zitat von munkeltDiese Meldungen rütteln schon gar nicht mehr auf. Zu oft hat man von Anschläge im Irak gehört. Das ist entsetztlich, wie leben bloß die Bürger im Irak? Wie kommen die mit diesen ständigen Bedrohungen zurecht?
wer Schuld hat an diesem Chaos?
munkelt 13.06.2012
4.
Zitat von G-Kidwer Schuld hat an diesem Chaos?
Verblendete Religiöse natürlich. Was dachten Sie denn?
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