Irak und Syrien Immer mehr Frauen aus Deutschland ziehen in den Dschihad

Deutsche Sicherheitsbehörden sind besorgt. Nach SPIEGEL-Informationen hat sich die Zahl der jungen Frauen deutlich erhöht, die aus Deutschland als Dschihadistinnen nach Syrien und in den Irak ziehen.
Islamistinnen in Offenbach (Archivbild): Deutsche Frauen ziehen ins Kampfgebiet

Islamistinnen in Offenbach (Archivbild): Deutsche Frauen ziehen ins Kampfgebiet

Foto: Boris Roessler/ picture alliance / dpa

Immer mehr junge Frauen reisen nach Informationen des SPIEGEL im Namen des radikalen Islam aus der Bundesrepublik in die Kampfgebiete nach Syrien und in den Irak. Während die Sicherheitsbehörden zum Jahreswechsel noch von rund hundert Frauen und Mädchen ausgingen, habe sich ihr Anteil an den insgesamt ausreisenden Islamisten "deutlich erhöht", heißt es aus Sicherheitskreisen. Man sei deswegen "durchaus besorgt". (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Nach bislang unveröffentlichten Zahlen rechnen die Behörden damit, dass mehr als 700 Islamisten aus der Bundesrepublik in das Krisengebiet gereist sind. Die Männer wollen sich meist Terrormilizen wie dem "Islamischen Staat" (IS) anschließen, Frauen begleiten ihre Männer oder heiraten dort Kämpfer.

225 der Dschihadisten sind inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt. Die salafistische Szene hierzulande wächst den neuen Zahlen zufolge weiter. Die Behörden gehen von 7700 Anhängern aus.

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