Terror in Beirut Viele Tote bei Bombenschlag auf Hisbollah-Hochburg

Die Explosion einer Autobombe hat Beirut erschüttert. Bei dem Anschlag auf die Hisbollah-Bastion im Süden der libanesischen Hauptstadt sterben mindestens 20 Menschen, mehr als 100 weitere werden verletzt.


Beirut - Bei einem Bombenattentat in Rweiss, einem Vorort von Beirut, sind am Donnerstag mindestens 20 Menschen getötet worden. Laut einem Sprecher des Roten Kreuzes wurden 120 Menschen verletzt. Das Viertel im Süden Beiruts wird von der Schiiten-Bewegung Hisbollah und ihrer Miliz kontrolliert.

Innenminister Marwan Charbel sagte, in einer belebten Geschäftsstraße nahe eines Hisbollah-Komplexes sei eine Autobombe detoniert. Aus Militärkreisen hieß es, das Fahrzeug sei mit mindestens 60 Kilogramm Sprengstoff beladen gewesen. Das libanesische Fernsehen zeigte eine große schwarze Rauchwolke, die über dem Viertel aufstieg, beschädigte Häuser und brennende zerstörte Fahrzeuge. In einem Gebäude seien Menschen eingeschlossen worden. Die Hisbollah sperrte die Straßen rund um den Ort der Explosion ab.

Erst vor einem Monat war in dem Stadtteil Bir al-Abed, der ebenfalls von der Hisbollah beherrscht wird, ein Sprengsatz detoniert. Die Nachrichtenagenturen berichteten von mindestens 37 Toten, von offizieller Seite wurde dies aber nicht bestätigt.

Angriffe auf Schiiten nehmen zu

Wer hinter dem Anschlag steckt, ist derzeit unklar. Eine bislang unbekannte sunnitische Islamistengruppe namens "Brigade von Aischa -Mutter der Gläubigen" bekannte sich in einer Videobotschaft zu dem Angriff. Das Netzwerk drohte mit weiteren Attentaten auf die Hisbollah. Ob das Bekennervideo authentisch ist, ließ sich zunächst nicht ermitteln.

Seit sich die Hisbollah offen zu ihrem Kampf an der Seite des syrischen Regimes von Präsident Baschar al-Assad gegen die Rebellen bekannt hat, wird auch die Lage im Libanon immer gefährlicher. Viele Libanesen lehnen die Beteiligung der Hisbollah am Bürgerkrieg in Syrien ab. Bewaffnete Angriffe auf die schiitische Bewegung nehmen zu.

mon/dpa/AP/Reuters



insgesamt 43 Beiträge
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mesopotamien00 15.08.2013
1.
Jaa die arabische Welt brennt , war nur eine frage der zeit das es in Beirut auch ankommt
dilinger 15.08.2013
2.
Zitat von sysopREUTERSDie Explosion einer Autobombe hat Beirut erschüttert. Bei dem Anschlag auf die Hisbollah-Bastion im Süden der libanesischen Hauptstadt sterben mindestens sechs Menschen, mehr als 100 weitere werden verletzt. Mehrere Tote bei Anschlag in Beirut - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/mehrere-tote-bei-anschlag-in-beirut-a-916851.html)
Interessant, dieser in dem Artikel beiläufig auftauchende Satz: "Die Hisbollah sperrte die Straßen rund um den Ort der Explosion ab". Es ist nicht die libanesische Polizei oder Armee die das tut, es ist die Hisbollah die diese hoheitliche Funktion ausübt. Dieser vom Iran hochgepäppelte Terroristen-Staat im Staat. Das Ganze wird böse enden. Der Anfang ist gemacht.
90902507 15.08.2013
3. Krieh
Wie mrin Vorredner denke ich auch das es dort noch Krieg geben wird. Aber solange es da unten ist und die Amis nicht wieder meinen Weltpolizei spielen zumussen...findr ich das ganze weniger schlimm. Da wir dann nicht wieder mrd an Steugeldern raushauen und unsere Soldaten dann nicht wieder in irgendein Land müssen wo wir nicht erwünscht sind.
Thorkh@n 15.08.2013
4. Nun machen die Borg ...
... erste Erfahrungen mit Spezies 8472 ...
Comander 15.08.2013
5. keine Überraschung...
denn die terrororganisation Hissbollah hilft offen dem Kriegsverbrecher Assad seine Bevölkerung zu massakrieren. hier werden verständlicherweise nur Verbrechen gerächt die vorher an syrischen Zivilisten begangen wurden. ich hoffe dies war nicht die letzte Aktion gegen die Hisbollah
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