"Der Präsident hat das Gefühl..." Weißes Haus korrigiert Trump-Äußerung zur First Lady und Nordkoreas Kim

Donald Trump behauptete beim G7-Gipfel in Biarritz, seine Frau Melania kenne Nordkoreas Machthaber Kim "extrem gut". Dabei haben sich die beiden nie getroffen.

Donald und Melania Trump
Nicholas Kamm/ AFP

Donald und Melania Trump


Das Weiße Haus hat klargestellt, dass es ein Treffen zwischen der First Lady Melania Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un nie gegeben hat.

US-Präsident Donald Trump hatte bei der Pressekonferenz zum Abschluss des G7-Gipfels in Biarritz gesagt, er selbst kenne Kim "extrem gut", und dann hinzugefügt: "Die First Lady hat Kim Jong Un kennengelernt, und ich denke, sie würde mir zustimmen, dass er ein Mann ist mit einem Land, das enormes Potenzial hat."

Nun heißt es in der Mitteilung des Weißen Hauses: Trump vertraue sich bei vielen Themen seiner Frau an. "Und auch wenn die First Lady ihn [Kim] nicht getroffen hat, hat der Präsident das Gefühl, sie hätte ihn auch kennengelernt", schrieb die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham.

Trump hatte sich in Biarritz "nicht glücklich" über Nordkoreas jüngste Raketentests geäußert, ihre Bedeutung aber heruntergespielt. Er sei zuversichtlich, dass Kim "am Ende das Richtige tun wird", gab sich Trump zuversichtlich. Kim verstehe, dass sein Land ein großes wirtschaftliches Potenzial habe.

Drei Treffen zwischen dem US-Präsidenten und Kim hatten bisher aber keine Fortschritte bei der angestrebten atomaren Abrüstung des isolierten Landes gebracht.

als/dpa



insgesamt 30 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Listkaefer 27.08.2019
1. Muss das sein, dass jede belanglose ...
... Sprechblase von Trump als Weltnachricht verbreitet wird - und jetzt auch ein Dementi so einer Trivialität? Schweigt den Mann doch einfach mal eine Zeit lang einfach tot, der Welt entgeht nichts!
wiescheid 27.08.2019
2. @Listkaefer
Ja, meines Erachtens muss das sein. Jede seiner (nachgewiesenen) Lügen sollte so deutlich wie möglich als solche dargestellt werden. Es gibt ja immer noch genügend Fans, vielleicht verstehen die dann doch irgendwann, was die Aussagen von Trump in Wirklichkeit wert sind. Und abgesehen davon ist es doch immer wieder witzig, wie die Pressesprecher das dann versuchen zu erklären. Alleine das macht es lesenswert, wenn es auch eher nach Postillon statt nach SPON klingt...
cyborgpiratelaserninja 27.08.2019
3.
"Und auch wenn die First Lady ihn [Kim] nicht getroffen hat, hat der Präsident das Gefühl, sie hätte ihn auch kennengelernt" Tja eine klassische, gefühlte Wahrheit. Er haut einfach mal wieder raus, was ihm gerade so durch den Kopf schwirrt. Ermöglicht wird das durch Millionen von Menschen, die hüben wie drüben nicht mehr kapieren, dass ihre Denke einfach nur noch aus 100 % feinstem Bullsh*t besteht. Die glauben ihm erstens alles und zweitens glauben die auch an den Wert von gefühlten Wahrheiten. Ich halte diese Entwicklung für extrem gefährlich. Im Prinzip ist sie ein viel größerers Problem als Trump und wir werden hier nicht davon verschont. Siehe all die Populistenversteher, die z. Bsp. hier im Forum herumgeistern.
RalfBukowski 27.08.2019
4. Das schizophrene...
...ist doch, dass ER anderen die Verbreitung von (angeblichen) Fake News vorwirft. Also, ich muss sagen, wenn er eines Tages weg vom Fenster ist, wird es deutlich langweiliger werden.
xprt007 27.08.2019
5. Sehen Sie selber wie viele Lügen auf der bestimmten Pressekonferenz ..
Zitat von Listkaefer... Sprechblase von Trump als Weltnachricht verbreitet wird - und jetzt auch ein Dementi so einer Trivialität? Schweigt den Mann doch einfach mal eine Zeit lang einfach tot, der Welt entgeht nichts!
Wie der Vorredner sagt, ist es wichtig alle Lügen, die der Stable Genius, sobald er sein Mund aufmacht erzählt nicht zu verstecken. Bevor er gestern Paris verlassen hat, hat er mit der Presse gesprochen. Sie können selber sehen, wie viele Lügen ER in den paar Minuten, außer der Melania Geschichte erzählt. Das ist nur eine der vielen Sendungen der US-Networks, hier Don Lemon von CNN, ab der Stelle ca. 4:55 bis ca 16:30 in https://www.youtube.com/watch?v=nt7Tq9YM8-Q. Davor hat Chris Cuomo, Anderson Cooper 360 in ihre Sendungen berichtet, auch in MSNBC ... Axios & Morning Joe heute morgen. Ein anderes Beispiel ist die Behauptung die Chinesische Regierung hatte ihn am Wochenende angerufen, um über den Tariffstreit zu sprechen. Das hat er mehrmals behauptet. Hier ein Zitat von CBS: "The president said Chinese officials had called "twice" over the weekend to discuss trade talks with his administration. He would not say whether he personally spoke with his counterpart Xi Jinping recently, and a Chinese official denied any knowledge of phone calls over the weekend." Die Frage ist, warum er so zwanghaft lügt, sobald er sein Mund aufmacht oder twittert, nicht nur ab und zu, sondern IMMER.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.