Nach Sanktionsdrohungen Mexiko verlegt fast 15.000 Soldaten an Grenze zu USA

Mexiko gibt offenbar dem Druck von US-Präsident Donald Trump nach. Mit Tausenden Soldaten und Polizisten will der Staat nun auch seine nördliche Grenze gegen illegale Migration sichern.

Mexikanische Nationalgarde (Archiv)
Rebecca Blackwell/AP/dpa

Mexikanische Nationalgarde (Archiv)


Mexiko hat fast 15.000 Soldaten und Polizisten an die US-amerikanische Grenze verlegt. Das berichten die Nachrichtenagentur AFP und regionale Medien. Demnach gab Verteidigungsminister Luis Cresencio Sandoval die Zahl am Montag bei einer Pressekonferenz mit Präsident Andrés Manuel López Obrador bekannt.

Die Einsatzkräfte sollen offenbar gegen illegale Migration in der Grenzregion vorgehen. Um entsprechende Forderungen der USA erfüllen, hatte der Staat sich bereits Anfang des Monats verpflichtet, 6000 Nationalgardisten an die südliche Grenze zu Guatemala zu schicken. Auf die Frage, ob die Einheiten auch eingesetzt werden sollen, um Migranten abzufangen, antwortete Sandoval laut der Nachrichtenagentur AFP: "Ja."

US-Präsident Donald Trump hatte Mexiko wiederholt mit Strafzöllen gedroht, sollte das Land die illegale Migration in die USA nicht stoppen. Ab dem 10. Juni sollten fünf Prozent auf alle Importe aus Mexiko erhoben werden, ab Juli dann fünf weitere Prozent pro Monat, bis im Oktober 25 Prozent erreicht wären.

Allein im Mai waren laut AFP an der US-Südgrenze 144.000 Einwanderer aufgegriffen worden, darunter 57.000 Minderjährige. Es soll die höchste Zahl seit 13 Jahren gewesen sein.

fek/AFP



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