Mexiko Machtwechsel nach 71 Jahren

In Mexiko ist Vicente Fox als neuer Präsident vereidigt worden. Er ist das erste Staatsoberhaupt seit 71 Jahren, das nicht der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) angehört.


Mexiko-Stadt - Fox, ein ehemaliger Coca-Cola-Manager, rief bei seiner Antrittsrede dazu auf, mit Vernunft und Mut eine "echte Demokratie" in Mexiko aufzubauen. Der Vorsitzende der Nationalen Aktionspartei (PAN) hatte sich bei der Wahl im Juli überraschend klar gegen Francisco Labastida von der seit 1929 ununterbrochen regierenden PRI durchgesetzt.

Fox hat versprochen, die Armut im Land um 30 Prozent zu verringern. Zu den beiden wichtigsten Vorhaben seiner Regierung zählt er die Einrichtung einer landesweiten Studienförderung und die Gründung einer "sozialen Bank"zur Vergabe von Kleinkrediten an Frauen und Arme. Er wolle das Leben aller Mexikaner verbessern, versprach Fox am vergangenen Wochenende bei der Vorstellung seines Kabinetts. Seine Regierung werde für einen Wirtschaftsboom sorgen, dessen Auswirkungen auch in den unteren Schichten der Bevölkerung zu spüren sein würden.



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