Früherer Trump-Berater Flynn bekennt sich in Russlandaffäre schuldig

Michael Flynn bekennt sich schuldig, das FBI in der Russlandaffäre belogen zu haben. Die US-Justiz hat den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater von Präsident Trump angeklagt.

Michael Flynn
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Seit Ende Oktober bereitete der US-Sonderermittler Robert Mueller erste Anklagen in der Russlandaffäre vor. Michael Flynn, der frühere Nationale Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump, ist von der US-Justiz beschuldigt worden, falsche Aussagen zu seinen Russland-Kontakten gemacht zu haben. Nun hat sich Flynn vor Gericht schuldig bekannt.

Es seien zahlreiche falsche Informationen über ihn verbreitet worden, erklärte Flynn in einer Stellungnahme. Er erkenne jedoch auch an, dass die Handlungen, zu denen er sich schuldig bekannt hat, falsch waren. "Ich arbeite daran, die Dinge richtigzustellen." Die Entscheidung, sich schuldig zu bekennen, habe er im besten Interesse für seine Familie und für das Land getroffen. "Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Handeln."

Flynn gehört zu den Schlüsselfiguren in der sogenannten Russlandaffäre, die für Trump immer brisanter wird. Dabei geht es um mögliche illegale Absprachen zwischen Wahlkampfmitarbeitern Trumps und der russischen Regierung.

Konkret geht es um die Aussagen, die Flynn zum Inhalt seiner Gespräche mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak gemacht hatte. Der frühere General hatte im Dezember 2016, also wenige Wochen vor dem Amtsantritt der Regierung von Präsident Donald Trump, mit Kisljak telefoniert.

Flynn habe zum Inhalt dieser Telefonate wissentlich "falsche, fiktive und betrügerische Erklärungen" abgegeben, heißt es in Muellers Dokument. Demnach hatte Flynn entgegen den Tatsachen bestritten, dass er die russische Regierung damals gebeten habe, auf die vom scheidenden Präsidenten Barack Obama verhängten Russland-Sanktionen nicht mit harten Gegenmaßnahmen zu antworten.

dop/dpa/AFP/Reuters

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