Geheimdienstausschuss Flynn verweigert offenbar Herausgabe von Russland-Dokumenten

Welchen Einfluss hatte der Kreml auf die Präsidentschaftswahl? Das will der US-Senat aufklären - auch mit Dokumenten von Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn. Der will sie aber nicht herausgeben.
Michael Flynn

Michael Flynn

Foto: CARLOS BARRIA/ REUTERS

Donald Trumps früherer Sicherheitsberater Michael Flynn will die für die Russland-Ermittlungen relevanten Dokumente nicht aushändigen. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur AP. Flynn, der bereits nach 24 Tagen von seinem Amt wegen seiner Russland-Kontakte zurückgetreten war, will sich offenbar auf den fünften Zusatzartikel der US-Verfassung berufen - und demnach von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen, um sich nicht selbst zu belasten.

Derzeit untersucht unter anderem der Geheimdienstausschuss des US-Senats eine mögliche Einflussnahme Russlands auf die Präsidentschaftswahl. Flynn war im Februar von seinem Posten zurückgetreten. Er hatte vor seinem Amtsantritt mit dem russischen Botschafter über Sanktionen gegen Moskau gesprochen und darüber später falsche Angaben gemacht.

Das FBI und die Geheimdienstausschüsse von Senat und Repräsentantenhaus untersuchen nun eine mögliche russische Einflussnahme auf den Wahlkampf im vergangenen Jahr. Dabei geht es auch um Kontakte zwischen russischen Vertretern und Beratern aus Trumps Wahlkampfteam - darunter Flynn.

Flynn war bereits am 28. April aufgefordert worden, die Dokumente bereitzustellen. Er hatte dies aber durch seinen Anwalt abgelehnt.

mho/AP/Reuters
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