Rede in Orlando Michelle Obama will nicht US-Präsidentin werden

Ihre Fans hoffen darauf - doch Michelle Obama hat bekräftigt, dass sie nicht für das Präsidentenamt kandidieren wird. Die Zeit im Weißen Haus sei hart gewesen, der Abschied traurig-schön.
Michelle Obama (Archiv)

Michelle Obama (Archiv)

Foto: Manuel Balce Ceneta/ AP

In ihrer ersten Rede, seit die Obamas das Weiße Haus verlassen haben, hat Michelle Obama bekräftigt, dass sie nicht für das Präsidentenamt kandidieren wolle. "Ich will meinen Kindern das nicht noch einmal antun", begründete die frühere First Lady ihre Entscheidung.

Immer wieder hatte es in der Vergangenheit Spekulationen gegeben, Michelle Obama könnte sich nach ihrem Ehemann auf das Amt des Präsidenten bewerben. Viele sahen sie als die perfekte Kandidatin. Doch auch Barack Obama sagte bereits: "Im Leben sind drei Dinge sicher: der Tod, Steuern, und Michelle kandidiert nicht als Präsidentin."

Michelle Obama scheint erleichtert, dass die achtjährige Amtszeit ihres Mannes vorbei ist. Das Leben im Weißen Haus sei hart gewesen, sagte sie in ihrer Rede in Orlando laut CNN . Sie könne ihrem Land auch als Privatperson helfen - ohne ein politisches Amt zu übernehmen. So werde sie sich etwa weiter für junge Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt einsetzen.

"Es ist gut, das Wohl der Welt nicht mehr auf den Schultern zu tragen", beschrieb Obama das Gefühl, nicht mehr im Weißen Haus zu wohnen. "Es ist ja noch nicht so lange her, dass wir ausgezogen sind." Freunde seien nun überrascht, wenn sie die Tür öffne. Das habe sie im Weißen Haus nie getan. Ihre Töchter könnten nun ihre Zimmerfenster offen stehen lassen. Im Weißen Haus sei das nie möglich gewesen. Ihre Hunde Bo und Sunny hätten nie zuvor eine Türklingel gehört, denn das Weiße Haus habe keine Klingel.

Am letzten Tag im Präsidentensitz hätten ihre Töchter Sasha und Malia eine Party veranstaltet, mit acht Freundinnen - und Chicken Nuggets. Es sei schön und traurig zugleich gewesen, sagt Obama. Schließlich sei es der Ort gewesen, an dem ihre Töchter aufgewachsen seien - und auch der Ort, an dem sie am längsten in ihrem Leben gelebt habe.

Als Donald und Melania Trump einzogen, seien die Obama-Töchter mit Tränen in den Augen zur Hintertür hinausgelaufen. "Ich wollte vor dem neuen Präsidenten keine Tränen in den Augen haben", sagte Michelle Obama.

Viel bekommt man nicht mehr mit von den Obamas. Auch wenn die Öffentlichkeit jeden Ausflug des Ex-Präsidentenpaars begleitet, wie etwa ihren Jachtausflug Mitte April. Doch seit Trump das Präsidentenamt übernommen hat, ist es ruhig geworden um die Obamas. Das Paar plant, in Washington zu bleiben, bis die jüngere Tochter Sasha in rund drei Jahren die Highschool absolviert hat.

kry
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