US-Militärübung Australische Senatorin kritisiert Bombenabwurf auf Barrier Reef

Der Abwurf von vier nicht scharf gestellten Bomben über dem Meeresschutzgebiet um das Great Barrier Reef hat in Australien heftige Empörung ausgelöst. Besonders eine einflussreiche Politikerin der Grünen äußerte scharfe Kritik. Das US-Militär verteidigt sich.

US-Bomber in Australien: Nach Trainingsflug über der Shoalwater Bay
ddp images / dapd/ U.S. Air Force

US-Bomber in Australien: Nach Trainingsflug über der Shoalwater Bay


Hamburg/Canberra - Larissa Waters ist außer sich. "Ist dies die Art, wie wir uns um unser Welterbegebiet kümmern? Indem wir einer ausländischen Macht erlauben, Bomben darauf zu werfen?", fragte die Senatorin der Grünen in Australien.

"Sind wir komplett verrückt geworden?", fragte die Politikerin im Interview mit dem Sender ITV. Die Parteisprecherin von Australiens Grünen gilt in dem Land als sehr einflussreich. Waters forderte, die Militärübungen sollten verboten werden.

Seit dem 15. Juli findet vor der Küste des Bundesstaats Queensland ein gemeinsames Manöver der australischen und der US-Marine statt. Am 16. Juli wollten zwei Harrier-Kampfflugzeuge nach Angaben der US-Streitkräfte zu Übungszwecken vier nicht scharf gestellte Bomben auf einer Insel abwerfen. In dem Zielgebiet hätten sich aber zur Zeit der Übung mehrere zivile Boote befunden, sagte der US-Offizier William Marks am Montag. Daher hätten sie ihre Bomben nicht dort abwerfen können. Da ihr Sprit zur Neige ging und sie mit einer derart schweren Last nicht landen können, hätten sie sich entschlossen, die Bomben im Meer abzuwerfen.

Marks versicherte, der Abwurf der Bomben über dem Great Barrier Reef Marine Park sei mit den australischen Behörden abgesprochen gewesen. Die Leitung des Meeresschutzgebiets erklärte, die Bomben befänden sich 30 Kilometer vom nächsten Riff entfernt und könnten sicher geborgen werden.

bos/AFP



insgesamt 8 Beiträge
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Percy P.Percival 22.07.2013
1. Überraschung
Zitat von sysopddp images / dapd/ U.S. Air Force Der Abwurf von vier nicht scharf gestellten Bomben über dem Meeresschutzgebiet um das Great Barrier Reef hat in Autralien heftige Empörung ausgelöst. Besonders eine einflussreiche Politikerin der Grünen äußerte scharfe Kritik. Das US-Militär verteidigt sich. http://www.spiegel.de/politik/ausland/militaeruebung-us-senatorin-kritisiert-bombenabwurf-auf-barrier-reef-a-912481.html
Die Bomben sind zwar meilenweit weg abgeworfen worden, aber das hindert weder die Grünen, noch die Presse daran, von einer Bombadierung des Riffs zu sprechen.
RainerM 22.07.2013
2. 30 Kilometer?
Ich meine mich zu erinnern, dass es im zuvor veröffentlichen Artikel noch 50 Meter hieß.
Percy P.Percival 22.07.2013
3. Sorgfalt
Zitat von RainerMIch meine mich zu erinnern, dass es im zuvor veröffentlichen Artikel noch 50 Meter hieß.
Wie wenig sorgfältig recherchiert wird, zeigt schon das Bild zum Artikel. Eine B-52. Tatsächlich waren es Harrier.
webblaster 22.07.2013
4. Sturm im Wasserglas
Ich fand es schon amüsant von einer Bombardierung zu sprechen, wenn unscharfe Bomben aus Sicherheitsgründen über offenem Meer abgeworfen werden. Hauptsache man hat mal ein wenig für gute Laune gesorgt und gängige Ressentiments befeuert. Eventuell üben die "Amis" ja die Invasion des Rohstoffreichen Australiens? Wer weiß...
Walther Kempinski 22.07.2013
5.
Die Grünen sind Meister darin ihre Ideologie in Empörung zu packen. Falschangaben, Übertreibungen und dreiste Lügen reihen sich aneinander. Vor allem wenns gegen das "Großkapital" geht, also die USA vor allem, Israel oder die Macher von Stuttgart21...
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