Uno-Angaben Hunderttausende Uiguren in China interniert

Die Uiguren in China werden immer mehr verfolgt. Mehr als eine Million Angehörige der muslimischen Minderheit werden nach Erkenntnissen der Uno festgehalten, viele davon in geheimen Lagern.
Uiguren in China (Archivaufnahme)

Uiguren in China (Archivaufnahme)

Foto: PETER PARKS/ AFP

Mehr als eine Million Uiguren werden nach Erkenntnissen eines Uno-Menschenrechtsgremiums in China in Einrichtungen festgehalten, die geheimen Internierungslagern ähnelten. Darüber gebe es zahlreiche vertrauenswürdige Berichte, teilte das Komitee für die Beseitigung der Rassendiskriminierung in Genf mit.

Ausschuss-Mitglied Gay McDougall zitierte Schätzungen, nach denen sich weitere zwei Millionen Uiguren und Angehörige anderer muslimischer Minderheiten in "politischen Umerziehungslagern" befänden. McDougall sprach auf dem turnusmäßigen Treffen zur Überprüfung der Lage von Minderheiten.

Die Uiguren sind ein Turkvolk. Sie leben zum größten Teil in der westlichen Provinz Xinjiang in China und sind dort eine muslimische Minderheit. Beobachtern zufolge werden sie in der Volksrepublik immer stärker in ihrer Freiheit eingeschränkt und verfolgt .

In China leben mehr als 20 Millionen Muslime. Die beiden größten Gruppen sind die Uiguren und die Hui mit jeweils rund zehn Millionen Angehörigen.

Hunderte Hui-Muslime demonstrierten jetzt in der nordwestchinesischen Stadt Weizhou gegen den Abriss einer Moschee. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, versammelten sich die Gläubigen am Donnerstag und Freitag vor dem Gebäude.

Behörden planten demnach den Abriss von Teilen der vor einem Jahr fertiggestellten Moschee, was mit einer fehlenden Baugenehmigung begründet wird. Der Protest führte demnach dazu, dass der Plan zumindest vorläufig ausgesetzt wurde.

als/dpa/Reuters
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