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03. Juli 2012, 11:32 Uhr

Bombenanschlag auf Markt

Mindestens 25 Menschen sterben im Südirak

Im Süden des Irak ist erneut eine Bombe explodiert: Mindestens 25 Menschen starben auf einem Marktplatz in Diwanija, als ein Lastwagen detonierte. Mehr als 70 weitere erlitten Verletzungen. Angeblich soll al-Qaida für das Attentat verantwortlich sein.

Bagdad - Die Anschlagsserie im Irak hält an: Bei einem Anschlag sind am Dienstag mindestens 25 Menschen getötet und 70 weitere verletzt worden. Nach Angaben der Polizei wurde der Anschlag mit einer Autobombe auf einem belebten Markt in Diwanija verübt. Die Stadt liegt rund 160 Kilometer südlich von Bagdad.

Gegen 10 Uhr sei ein Lastwagen auf dem Gemüse- und Fischmarkt in Diwanija explodiert, sagte der Vorsitzende des Provinzrates, Dschubair al-Dschaburi, der Nachrichtenagentur AP. Er machte sunnitische Aufständische mit Verbindungen zu al-Qaida für die Tat verantwortlich.

Der Markt ist der wichtigste Verkaufsplatz für Gemüse in der 440.000 Einwohner zählenden Stadt. Kurz nach dem Attentat verhängten die Behörden eine Ausgangssperre für den Großraum Diwanija.

Zuvor waren bei zwei nahezu zeitgleich verübten Anschlägen auf schiitische Pilger im Zentralirak vier Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Nach Angaben aus Polizeikreisen explodierten zwei am Straßenrand deponierte Bomben in der Nähe von Kerbela, 80 Kilometer südwestlich von Bagdad. In der Stadt feiern Schiiten in den kommenden Tagen den Geburtstag eines bedeutenden Imams.

In Tadschi nördlich der Hauptstadt wurden laut Innenministerium zwei Menschen bei der Explosion zweier Bomben getötet, unter ihnen ein Polizist. Unter den 14 Verletzten waren acht Polizisten. Ein Polizist starb außerdem bei der Explosion eines am Straßenrand deponierten Sprengsatzes, als eine Patrouille vorbeilief.

Zuletzt gab es eine Reihe von Anschlägen auf schiitische Gläubige. In den vergangenen Wochen nahm die Gewalt im Irak deutlich zu. Allein im Juni kamen nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters 237 Menschen bei Bombenanschlägen ums Leben, mehr als 600 Menschen wurden verletzt. Zu einigen der jüngsten Anschlägen gegen Schiiten hatte sich der irakische Qaida-Ableger bekannt.

heb/AFP/AP/Reuters

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