Minenexplosion Erneut viele Tote in Indisch-Kaschmir

Bei neuen Gewaltakten in Indisch-Kaschmir sind seit Freitagnacht mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen.


Srinagar - Bei einem Anschlag im indischen Unionsstaat Jammu-Kaschmir wurden am Samstag zwölf Menschen getötet. 24 weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt, als eine Mine auf einer viel befahrenen Schnellstraße explodierte und zwei Militärfahrzeuge in die Luft sprengte. Unter den Toten waren neben acht Soldaten auch zwei Frauen und zwei Kinder. Zu dem Anschlag bekannten sich drei muslimische Extremistengruppen.

Der Anschlag wurde den Polizeiangaben zufolge in Lower Munda, 75 Kilometer südlich der Sommer-Hauptstadt Srinagar, verübt. Die Soldaten waren in einem Lastwagen und in einem Bus unterwegs. Die Verletzten wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser gefolgen.

Weitere Todesopfer bei Gefechten

Weiteren Gefechten in Jammu-Kaschmir, in dem militante Muslime für einen unabhängigen Staat oder einen Zusammenschluss mit Pakistan kämpfen, fielen laut Polizei zehn Menschen zum Opfer, darunter auch zwei Zivilisten.

Bei einem Feuergefecht im Bezirk Kupwara starben ein Soldat und fünf Moslem-Aktivisten, berichtete die Nachrichtenagentur UNI. Zwei andere Aktivisten wurden im Bezirk Poonch erschossen.

Die Zahl der getöteten Soldaten nach einem Angriff auf eine Kaserne am Freitag erhöhte sich am Samstag auf sechs, nachdem zwei Schwerverwundete ihren Verletzungen erlagen. Zu dem Angriff bekannte sich die in Pakistan ansässige militante Gruppe Lashkar-e-Tayyaba.



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