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Minutenprotokoll Tripolis rüstet sich für Nacht des Häuserkampfs

Libyens Hauptstadt ist fast vollständig erobert - doch von Diktator Gaddafi fehlt jede Spur. Die Rebellen kämpfen vor den Toren seines Palastes, die Nato soll seine Residenz angegriffen haben. Die Einwohner stellen sich auf eine lange Nacht der Kämpfe ein. Lesen Sie die Ereignisse im Minutenprotokoll.

+++ Bericht: Nato bombadiert Gaddafi-Residenz +++

[00.28 Uhr] Al-Arabija berichtet unter Berufung auf Rebellen, dass die Nato einen Angriff auf die Residenz von Muammar al-Gaddafi in Tripolis gestartet hat.

+++ Nato bestätigt Abschuss von Scud-Raketen +++

[00.14 Uhr] Drei Scud-Raketen, abgefeuert in der Nähe von Gaddafis Heimatstadt Sirte, sind vermutlich im Meer gelandet. Die Nato bestätigte, dass die Raketen in Richtung der Rebellenhochburg Misurata gefeuert wurden, ihr Ziel jedoch offenbar nicht erreichten. Zuvor hatte Reuters berichtet, die Nato habe eine Scud-Rakete abgefangen; davon war jedoch in der Stellungnahme nicht die Rede.

+++ Grüner Platz wird in Google Platz zum Märtyrer-Platz +++

[23.25 Uhr] Google hat im Kartendienst Maps den Platz im Zentrum von Tripolis in "Martyr's Square" umbenannt. Dies war der ursprüngliche Name des Platzes, der gerade zum Zentrum der Endphase der libyschen Revolution wird. "Green Square" hatte Gaddafi den Platz taufen lassen. Ein Nutzer hatte nach dem Einmarsch der Rebellen in die Hauptstadt den Namen geändert, teilte Google mit - und das Unternehmen habe den Titelwechsel genehmigt.

+++ Harter Kampf um Gaddafi-Residenz erwartet +++

[23.09 Uhr] Mehrere Hundert Schergen Gaddafis sollen sich in der Residenz des Machthabers verschanzt haben, der von Rebellen erwartete Angriff auf die Mauern des Geländes blieb zunächst aus. Wie ein Sprecher des Übergangsrates dem Sender al-Dschasira sagte, wurde ein "harter Kampf" um die Gaddafi-Residenz erwartet. Außerdem würden Checkpunkte an den Zugängen zu Tripolis errichtet, in der Hoffnung, den Präsidenten oder seine Getreuen im Falle eines Fluchtversuches zu erwischen.

+++ Zurück an die Arbeit +++

[22.24 Uhr] Mahmud Dschibril vom Übergangsrat der Rebellen soll libysche Polizisten und Sicherheitskräfte angewiesen haben, ihre Arbeit wieder aufzunehmen und öffentliches Eigentum zu schützen. Das berichtet der Fernsehsender der Aufständischen.

+++ Nato fängt Gaddafi-Rakete ab +++

[22.18 Uhr] Reuters zufolge haben Gaddafi-Truppen erneut versucht, eine Scud-Rakete abzufeuern. Ein Nato-Kampfflugzeug habe diese jedoch abgefangen. Die Rakete sei in der Nähe von Gaddafis Geburtsort Sirte abgefeuert worden; was das Ziel sein sollte, war zunächst unklar.

+++ Cameron will Gaddafi-Vermögen auftauen +++

[22.01 Uhr] Während der Revolution hatten die libyschen Rebellen immer wieder über fehlende Finanzierung geklagt. Nun könnte Großbritannien ihnen Zugang zu umgerechnet rund 800 Millionen Euro aus eingefrorenem Gaddafi-Vermögen verschaffen, berichtet der "Guardian". David Cameron bemühe sich um eine Uno-Resolution, um den Aufständischen "rechtliche, diplomatische, politische und finanzielle Unterstützung" zu garantieren.

+++ Spanien fordert neue Uno-Resolution +++

[21.50 Uhr] Angesichts der aktuellen Entwicklung verlangt Spanien, dass die Uno-Resolution 1973 zu Libyen überarbeitet werden müsse. Al-Dschasira zufolge fordern Außen- und Verteidigungsministerium ein Treffen, bei dem auch die Rebellenführung eingebunden werden soll.

+++ Besetzung von Staatssender "Wendepunkt" +++

[21.37 Uhr] Der britische "Guardian" nennt  die vermeintliche Einnahme des TV-Senders al-Dschmahirija einen "Wendepunkt in der Revolution". Die Rebellen hatten zuvor mitgeteilt, sie hätten die Zentrale des libyschen Staatsfernsehens besetzt, sämtliche staatliche Sender sollen daraufhin ihren Dienst eingestellt haben. Der Bildschirm bei al-Dschmahirija wurde laut der Nachrichtenagentur AFP vollständig schwarz, bevor nach einigen Minuten das Logo des Senders in einer Ecke wieder erschienen sei.

+++ Gelassenheit in Tripolis +++

[21.05 Uhr] ZDF-Reporter Hans-Ulrich Gack berichtet via Twitter aus Tripolis: "Die Leute auf den Straßen von #tripoli sind sehr gelassen. Sie hören Schüsse - und plauschen dann einfach weiter."

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Rebellen in Tripolis: Gaddafis Machtzentrum fällt

Foto: Sergey Ponomarev/ AP

+++ Obama: Situation ungewiss +++

[20.31 Uhr] Barack Obama hat sich aus seinem Sommerurlaub zu Wort gemeldet. Er beschwor einen friedlichen Übergang in Libyen, warnte aber vor verfrühter Siegesfreude. Die 42 Jahre andauernde Herrschaft von Gaddafi neige sich dem Ende und die Zukunft liege in den Händen der Bürger, doch die Kämpfe hielten noch an und die Situation bleibe ungewiss.

+++ "Wie hat das so schnell passieren können?" +++

[20.18 Uhr] Die Rebellen vermuten Muammar al-Gaddafi noch irgendwo in der Hauptstadt Tripolis. Das berichtet CNN-Korrespondentin Sara Sidner, die sich gemeinsam mit anderen Beobachtern vor Ort sowie den Aufständischen selbst verwundert fragt: "Wie hat das so schnell passieren können?" Nach der Einnahme der Stadt hätten die Rebellen nun zwei Ziele: Tripolis zu sichern und Gaddafi aufzuspüren.

+++ Chamis al-Gaddafi anonymen Quellen zufolge tot +++

[19.51 Uhr] Laut al-Dschasira sind zwei Leichen gefunden worden, bei denen es sich anonymen Quellen zufolge um Gaddafis Sohn Chamis und den Sicherheitschef Abdallah Senussi handeln könnte. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

+++ Obama kündigt Erklärung an +++

[19.43 Uhr] US-Präsident Barack Obama plant, in Kürze eine Erklärung zu Libyen abzugeben. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, Obama bleibe dabei, keine US-Bodentruppen in das Land schicken zu wollen. Noch am Montag wolle sich der Präsident mit seinen Sicherheitsberatern treffen, berichtet CNN.

+++ Palästinenser erkennen Übergangsrat an +++

[19.38 Uhr] Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hat erklärt, den libyschen Übergangsrat anzuerkennen. "Wir wünschen dem libyschen Volk Erfolg und eine rasche Rückkehr zur Normalität", sagte ein Sprecher.

+++ Gaddafi-Sohn soll geflohen sein +++

[19.23 Uhr] Al-Dschasira berichtet, dass sich Gaddafis Sohn Mohammed befreien konnte. Er hatte sich nach dem Einmarsch der Rebellen am Abend zuvor ergeben und stand unter Hausarrest.

+++ Rebellen zufolge plant Nato Angriff +++

[19.13 Uhr] Die Aufständischen erwarten offenbar einen Nato-Luftangriff auf die in der Residenz von Muammar al-Gaddafi verschanzten Truppen des libyschen Regimes. Nach Sonnenuntergang würden Kampfjets die Mauern der Anlage bombardieren, berichtete der arabische TV-Nachrichtensender al-Arabija unter Berufung auf Rebellenkreise.

+++ Schwere Explosionen nahe Gaddafi-Residenz gehört +++

[19.07 Uhr] Mehrere Journalisten berichten, dass bis zu drei Dutzend Korrespondenten in dem Hotel Rixos nahe Gaddafis Residenz festsitzen. CNN-Korrespondent Matthew Chance twittert aus dem Gebäude, vor der Tür seien Feuergefechte und schwere Explosionen zu hören. Bewaffnete Männer versperrten den Gästen den Ausgang.

Häuserkampf in Tripolis

+++ Bundeswehreinsatz in Libyen "nicht spruchreif" +++

[18.55 Uhr] Angela Merkel hat sich zu einem möglichen Bundeswehreinsatz in Libyengeäußert. Die Kanzlerin sagte, sie sehe keinen Anlass für rasche Entscheidungen. Ein solcher Einsatz sei "überhaupt nicht spruchreif". Alles, was in Richtung einer Absicherung einer möglichen Übergangsregierung gehe, müsse zunächst innerhalb der internationalen Gemeinschaft besprochen werden. Außenminister Guido Westerwelle schloss sich an und nannte die Diskussion "völlig verfrüht".

+++ Uno kündigt internationales Gipfeltreffen für diese Woche an +++

[18.49 Uhr] Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat für Donnerstag oder Freitag ein internationales Gipfeltreffen zu Libyenangekündigt. Teilnehmen sollten Vertreter von Europäischer Union, Afrikanischer Union (AU), der Arabischen Liga und weiterer regionaler Organisationen, sagte er. Zugleich bot Ban die Hilfe der Vereinten Nationen beim politischen Übergang an. "Wir erleben einen Moment voller Hoffnung, es sind aber auch Risiken ersichtlich", sagte er. Die Uno sei bereit, Libyen in allen wichtigen Bereichen zu helfen, etwa bei der Sicherheit, dem wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes, der Schaffung eines Rechtsstaats, dem Schreiben einer neuen Verfassung und der Abhaltung von Wahlen.

+++ Gaddafi plante offenbar Attentat +++

[18.31] Ein von Gaddafi entsandter Attentäter hat sich nach Angaben der Regierung in Tunis der tunesischen Armee gestellt. Der libysche Oberst Abdelrasak Radschhi sei von Gaddafi beauftragt worden, einen Anschlag auf eine arabische Botschaft in Tunis zu verüben, sagte Oberst Mochtar Ben Nasser auf einer Pressekonferenz. Es seien sieben Kilo Sprengstoff und Zünder beschlagnahmt worden.

+++ Türkei schickt Minister nach Bengasi +++

[17.58] Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu will in die Rebellenhochburg Bengasi fliegen. Dort will er mit Vertretern des Nationalen Übergangsrates der Aufständischen sprechen, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. "Heute ist ein historischer Tag", sagte Davutoglu. "Das neue Libyen sollte ein demokratischer, freier und geeinter Staat sein, wie es die Bürger fordern."

+++ Drei Gaddafi-Söhne gefasst +++

[17.15 Uhr] Der Nationale Übergangsrat bestätigt laut al-Arabija, dass auch Gaddafis Sohn Saadi von den Rebellen aufgespürt worden sei. Am Morgen waren die Gaddafi-Söhne Saif al-Islam und Mohammed von den Aufständischen festgesetzt worden - damit befinden sich drei Söhne des Diktators in Gewahrsam der Rebellen.

+++ Pentagon sieht Gaddafi in der Falle +++

[17.11] Das US-Verteidigungsministerium erklärt, die Regierung in Washington gehe nicht davon aus, dass Gaddafi sein Land bereits verlassen habe. Allerdings gäbe es nach wie vor keine Hinweise auf den Verbleib des Diktators, heißt es aus dem Pentagon.

+++ Einwohner erwarten lange Nacht der Kämpfe +++

[17.06] Die britische BBC interviewt einen Bewohner von Tripolis. Viele Einwohner würden ihre Wohnungen nur im Notfall verlassen, erzählt der Libyer Nuri. "Ich bin kein Anhänger der Rebellen, aber ich helfe ihnen, wo immer ich kann. Wir hoffen, dass wir bald befreit werden. Ich und meine Nachbarn bereiten uns auf eine weitere Nacht des Kampfes vor. Ich denke, Gaddafis Leute werden am Ende alle Gewalt einsetzen - weil sie wissen, dass sie keinen Rückhalt mehr im Volk haben."

+++ USA planen Nothilfe +++

[17.00] Nach Informationen der "New York Times" bereiten sich die USA vor, mehr medizinische Vorräte und andere humanitäre Hilfe nach Libyen zu bringen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch rechnet nach eigenen Angaben mit einem chaotischen Übergang. Sie forderte die Nato auf, Racheakte, Plünderungen und andere Gewalt zu verhindern, wie sie nach dem Fall des irakischen Diktators Saddam Hussein auftrat.

+++ Häuserkampf in Tripolis +++

[16.56] Reporter schildern die Lage vor Ort: Demnach kämpfen sich die meist in Zivil gekleideten Aufständischen Haus für Haus vor und versuchen, Scharfschützen auszuschalten. Aus dem Regierungsviertel heraus starten Gaddafi-treue Truppen einen Gegenangriff mit Panzern, und mit Kleinlastern mit Maschinengewehren auf der Ladefläche. "Die schießen wahllos in alle Richtungen immer wenn sie Gewehrfeuer hören", berichtet ein Sprecher der Rebellen.

+++ Hunderte Häftlinge offenbar frei +++

[16.45] Rebellenkämpfer haben nach Angaben regimekritischer Medien etwa 900 Häftlinge aus dem Gefängnis Ain Zara bei Tripolis befreit. Die meisten von ihnen seien politische Gefangene, berichteten die Medien weiter. In der westlibyschen Stadt Sawara gebe es unterdessen Kämpfe. Die Lage sei sehr brenzlig. Gaddafi-Truppen attackierten die Stadt aus drei Richtungen.

Auch in anderen Teilen des Landes wird weiter gekämpft: Gefechte werden von der tunesischen Grenze und vor Brega gemeldet.

+++ Zahl der Gefolgsleute Gaddafis schwindet +++

[16.29] "Guardian"-Reporter Martin Chulov twittert, dass Gaddafis Regierungssprecher Moussa Ibrahim ebenfalls die Hauptstadt verlassen habe. Zuvor war durchgesickert, dass Libyens Premier al-Mahmudi nach Tunesien geflohen sei. Offizielle Bestätigungen gibt es bislang nicht - allerdings haben mehrere Gefolgsleute Gaddafis bereits aufgegeben, darunter seine Leibgarde, und - laut Berichten von al-Arabija - mehrere Scharfschützen und Botschaftsmitarbeiter.

+++ Arabische Liga ruft Wendepunkt aus +++

[16.20] Die Arabische Liga sagt dem Übergangsrat der Rebellen eine "vollständige Unterstützung" zu. Die Liga kündigt Gespräche auf Ebene der Außenminister der arabischen Staaten an, um in Libyen einen friedlichen Übergang und Stabilität zu fördern.

+++ Rätsel um Gaddafis Verbleib +++

[16.15] Ist Libyens Diktator auf der Flucht, oder sitzt der 69-Jährige in Tripolis in der Falle? Der Diktator hatte immer wieder geschworen, er wolle sein Land nicht verlassen. Möglicherweise hat sich Gaddafi in seinem Sicherheitskomplex im Stadtteil Bab al-Asisija verschanzt. Dort leisten schwer bewaffnete Elitetruppen nach Berichten von Rebellen noch immer erbitterten Widerstand.

Die Regierung Südafrikas dementiert, dass Gaddafi Asyl am Kap suche und Flugzeuge unterwegs seien, um ihn abzuholen. Ein Asyl in Saudi-Arabien fällt wohl ebenfalls aus. Gaddafi hat sich immer wieder mit dem Königshaus angelegt. Auch andere arabische Staatschefs haben ihm bislang keine Herberge angeboten.

+++ Merkel: "Deutschland wird helfen" +++

[16.12] Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine intensive Beteiligung Deutschlands am Wiederaufbau Libyens angekündigt. "Es ist erfreulich, dass Gaddafi seine politische Macht verloren hat", sagte Merkel. "Jetzt beginnt der Wiederaufbauprozess in Libyen und der Prozess der Bildung demokratischer staatlicher Strukturen."

+++ "Die Welt soll Zeuge sein" +++

[15.51] Die obersten Rebellen geben mehr Details zu ihren Zielen bekannt: Die Führung der Aufständischen in Bengasi will den untergetauchten Machthaber vor seine Richter bringen. "Wir hoffen, Gaddafi lebend gefangenzunehmen", sagt der Vorsitzende des nationalen Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil. Die Welt solle Zeuge eines Prozesses gegen den Diktator werden. Die Revolution habe gewonnen, wenn Gaddafi festgenommen sei.

Überfüllte Krankenhäuser, Hilfsgüterbedarf

+ ++ Hilfsschiff auf dem Weg +++

[15.16] Ein gechartertes Schiff der Internationalen Organisation für Migration (IOM) soll Hunderte Einwanderer und Gastarbeiter aus Tripolis in Sicherheit bringen. Das Schiff hat die Rebellenhochburg Bengasi im Osten des Landes verlassen und wird voraussichtlich am Dienstag in Tripolis ankommen. Allerdings halten Gaddafis Soldaten noch immer den Hafen der Hauptstadt besetzt - ob das Schiff anlegen darf, ist damit unklar.

+++ AU will beraten +++

[15.08] Endlich reagiert auch die Afrikanische Union (AU): Für den späten Nachmittag ist ein Krisentreffen zur Situation in Libyen angesetzt, heißt es aus Addis Abeba.

+++ Krankenhäuser überfüllt +++

[14.59] Die Lage von Verwundeten und Kranken in der libyschen Hauptstadt ist laut "Ärzte ohne Grenzen" besorgniserregend. "Die Lage in Tripolis ist sehr angespannt. Vor allem, was die medizinische Versorgung angeht. In den vergangenen Tagen hat es viele Schießereien gegeben. Die Sicherheitslage ist völlig unberechenbar", sagte ein Sprecher.

+++ Übergangsrat will Gaddafi "lebendig" +++

[14.55] In Bengasi beginnt die erste Pressekonferenz des Nationalen Übergangsrates nach dem Einmarsch der Rebellen in die Hauptstadt Tripolis. "Wir hoffen, dass wir Gaddafi lebendig fassen", sagt der Vorsitzende Mustafa Abdel Dschalil. Er verspricht einen "fairen Prozess".

+++ Staatsfernsehen besetzt +++

[14.53] Rebellenkämpfer haben das Gebäude des Staatsfernsehens in Tripolis eingenommen. Der ganze Gebäudekomplex sei in den Händen der Aufständischen, berichteten Mitarbeiter. Zuvor war die Satellitenübertragung des Programms, das zu den Propaganda-Instrumenten des Regimes gehört, unterbrochen worden. Die Sendung wurde aus einem Studio in Gaddafis Heimatstadt Sirte zunächst wieder aufgenommen.

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Rebellen in Tripolis: Gaddafis Machtzentrum fällt

Foto: Sergey Ponomarev/ AP

+++ Meldungen: Botschaftsmitarbeiter wechseln Seite +++

[14.35] Verschiedenen Medienberichten zufolge haben mehrere Mitarbeiter libyscher Auslandsvertretungen die Seiten gewechselt - so anscheinend in Syrien und Marokko. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

+++ Roadmap für Libyen +++

[14.33] Frankreichs Außenministerium kündigt ein Treffen der Libyen-Kontaktgruppe an, um eine Roadmap für Libyen auszuarbeiten. Es sei unklar, ob Gaddafi sich noch in Tripolis befinde, heißt es außerdem.

+++ Rebellen setzen Eroberungsfrist +++

[14.20] Die Aufständischen wollen Tripolis bis Dienstag ganz unter ihre Kontrolle bringen. Ein Rebellenkämpfer in der Stadt sagte, man erwarte, binnen 15 Stunden alle Stadtteile eingenommen zu haben. "Wir haben gesehen, wie sich die Truppen Gaddafis aus den meisten Straßen zurückgezogen haben", sagte der Kämpfer, der sich nach eigenen Angaben einige hundert Meter von der Residenz des bisherigen Machthabers entfernt befand. Von dort feuern Anhänger Gaddafis mit Panzern, berichten Augenzeugen.

+++ Bericht: Libyens Premier geflohen +++

[13.50] Der Fernsehsender al-Dschasira berichtet, Gaddafis Premierminister Bagdadi Ali al-Mahmudi sei nach Tunesien geflüchtet. Er halte sich auf der Insel Djerba auf.

+++ EU verspricht Wiederaufbauhilfe +++

[13.17] Die Europäische Union hat Libyen Wiederaufbauhilfe für die Zeit nach Gaddafi angekündigt. "Das Streben der Bevölkerung nach Freiheit erreicht einen historischen Moment", erklärten EU-Kommissionschef José Manuel Barroso und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Sie versprachen Hilfe beim wirtschaftlichen Wiederaufbau sowie beim Übergang zur Demokratie.

Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) hat Libyen sieben Millionen Euro für ein Nothilfeprogramm in Aussicht gestellt. Das Geld sei gedacht für Maßnahmen der Energie- und Wasserversorgung.

+++ ElBaradei: "Traum wird Wirklichkeit" +++

[12.59] Der ägyptische Politiker und wahrscheinliche Präsidentschaftskandidat Mohammed ElBaradei twittert auf Arabisch: "Der Zug der Befreiung (...) hat den Bahnhof verlassen und wird nicht anhalten. Der Traum verwandelt sich in Wirklichkeit"

+++ Bericht über Kapitulation der Scharfschützen +++

[12.48] "Guardian"-Journalist Martin Chulov teilt über seinen Twitter-Account mit, Gaddafis Scharfschützen auf dem Grünen Platz im Zentrum Tripolis' hätten sich den Rebellen ergeben. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

+++ Gaddafi verteidigt Residenz mit Panzern +++

[12.23] Rebellen sprechen gegenüber Reuters von einer "hohen Zahl" an Todesopfern auf eigenen Seiten - offenbar leisten die Gaddafi-Brigaden weiterhin starken Widerstand. Reuters zufolge lässt der Diktator seine Hauptresidenz weiter mit Panzern verteidigen. Die Lage rund um das Gelände sei angespannt, zitiert die Nachrichtenagentur einen Rebellenvertreter. "Überall ist Gewehrfeuer zu hören".

Zwar hätten sich überall in der Stadt Aufständische positioniert, "aber das Hauptproblem sind Gaddafis Scharfschützen." Panzer und Gaddafi-loyale Soldaten seien in der Nähe der Hauptresidenz und am Hafen präsent.

Gaddafis Sohn Chamis hat al-Arabija zufolge eine Truppeneinheit ins Zentrum von Tripolis geführt. Die Soldaten hätten Gaddafis Militärkomplex verlassen, berichtet der Fernsehsender unter Berufung auf Rebellenkreise. Doch es ist fraglich, wie stark die Einheit noch ist: Die Rebellen stießen nach eigenen Angaben auf wenig Widerstand, als sie eine Kaserne der Chamis-Brigade einnehmen wollten.

+++ Nato-Bilanz: Knapp 20.000 Einsätze +++

[12.06] Kampfflugzeuge der Nato haben nach eigenen Angaben am Sonntag drei Kommandozentralen sowie eine weitere nicht näher identifizierte Militäreinrichtung getroffen. Zudem seien zwei Radaranlagen, neun Abschussrampen für Boden-Luft-Raketen, ein Panzer und zwei Panzerwagen in Tripolis zerstört worden. Das sind deutlich mehr Ziele in Tripolis, als die Nato in ihren täglichen Kommuniques normalerweise nennt. Seit Beginn des Nato-Einsatzes vom 31. März seien 19.877 Einsätze geflogen worden, davon 7505 Kampfeinsätze.


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Gaddafi-Sohn führt Truppen an

+++ Übergangsrat kündigt Umzug an +++

[12.03] Der Nationale Übergangsrat plant einen schnellen Umzug von Bengasi nach Tripolis. Für Libyen sei ein großer Tag gekommen, überall werde "der Sieg für die Menschen, für die Freiheit" gefeiert, hieß es von Seiten des Gremiums. "Die Ära Gaddafi ist zu Ende." Der Übergangsrat ist bereits von zahlreichen Ländern anerkannt worden. In London ist er in der libyschen Botschaft untergebracht, nachdem die Diplomaten Gaddafis ausgewiesen worden waren.

+++ Gaddafi-Sohn führt angeblich Truppen +++

[12.01] Gaddafis Sohn Chamis führt Berichten zufolge eine Truppeneinheit ins Zentrum von Tripolis. Die Truppen hätten Gaddafis Militärkomplex verlassen, berichtet der Fernsehsender al-Arabija unter Berufung auf Rebellenkreise.

+++ Rebellen filzen Villen +++

[11.58] Die Aufständischen haben nach eigenen Angaben einen ranghohen Leibwächter Gaddafis gefangen. Saad Masud habe versucht, sich mit einer größeren Summe Geldes auf dem Seeweg aus Tripolis abzusetzen, berichten die Aufständischen auf einer arabischen Internetseite. Ein ranghoher Offizier der Gaddafi-Truppen, Milad al-Waser, sei bei einem Schusswechsel in seiner Villa erschossen worden. Er habe sich den Rebellen nicht ergeben wollen, hieß es weiter. Kämpfer der Aufständischen durchsuchen offenbar Villen in der Hauptstadt.

+++ Aufständische strömen ins Zentrum +++

[11.35] Hunderte Rebellen ziehen geschlossen durch Tripolis, berichten Reporter. Ihr Ziel: offenbar der Grüne Platz im Zentrum der Hauptstadt. Lindsey Hilsum, Reporterin von "Channel 4", twittert: "Einwohner von Tripolis reichen den Aufständischen Milch und Wasser, als diese durch die Stadt strömen". Reuters-Reporterin Missy Ryan, die sich wie die meisten Journalisten im Rixos-Hotel aufhält, schreibt: "Um das Hotel herum stehen Gaddafis Wachleute und Scharfschützen. Wir wollen raus, aber können nicht."

+++ China will mit aufbauen +++

[11.33] China will beim Wiederaufbau eine aktive Rolle spielen. Das Außenamt lässt mitteilen, Peking nehme "die jüngsten Veränderungen in der Lage in Libyen" zur Kenntnis und respektiere den Willen des libyschen Volkes. Nach Beginn des Bürgerkriegs hatte China 35.000 seiner Bürger in Sicherheit gebracht. Die Höhe der chinesischen Investitionen vor Beginn des Konflikts werden auf bis zu 18 Milliarden Dollar (umgerechnet 12,5 Milliarden Euro) geschätzt.

+++ Was passiert mit den eingefrorenen Geldern? +++

[11.26] "Jetzt ist Hilfe notwendig", sagt Außenminister Guido Westerwelle vor Journalisten. Sobald die politischen Verhältnisse in Libyen geklärt seien, würden die von der EU eingefrorenen Gelder Gaddafis freigegeben. Libyens Machthaber sei "längst am Ende", fügt Westerwelle hinzu. Die Zeit des Despoten sei vorüber, er müsse "seinen Platz räumen". Gaddafi müsse vor Gericht gestellt werden.

+++ Ischinger: Deutschland soll helfen +++

[11.18] Deutschland hat nach Ansicht des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, vielfältige Möglichkeiten, Libyen auf dem Weg zur Demokratie zu unterstützen. Gerade die Bundesrepublik, die sich nicht an dem Nato-Einsatz gegen das Gaddafi-Regime beteiligt habe, könne nach dessen Ablösung eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau des Landes spielen, sagte Ischinger im Deutschlandradio Kultur.

+++ Berichte über wichtige Festnahme +++

[11.16] Ein Revolutionär aus Tripolis, live auf al-Dschasira, verkündet die Festnahme eines hochrangigen Gaddafi-Gehilfen. Über Twitter berichten Augenzeugen, dass Gaddafi-treue Soldaten in einem Stadtteil mit den Rebellen über die Konditionen verhandeln, zu denen sie ihre Waffen niederlegen.

+++ Rebellen sollen Tripolis fast erobert haben +++

[11.07] Die libyschen Rebellen kontrollieren 95 Prozent der Hauptstadt Tripolis. Das erklärt ein libyscher Botschaftsvertreter in London.

+++ Aufständischer: "Fühle mich wie neugeboren" +++

[10.55] "Wir haben eine harte, sehr harte Nacht hinter uns", erzählt Rebellenkämpfer Hisham der BBC, "wir hatten beinahe keine Munition mehr. Aber es ist der beste Tag in meinem Leben, ich fühle mich wie neugeboren, es ist nicht zu fassen. Freiheit ist Freiheit, unbeschreiblich". Der zentrale Platz von Tripolis, der "Grüne Platz", wurde von den Rebellen offenbar bereits in "Platz der Märtyrer" umgetauft; das berichtet al-Dschasira.

+++ Staatsfernsehen zeigt Kinderprogramm +++

[10.47] Twitter-Berichten aus Libyen zufolge sendet das libysche Staatsfernsehen weiterhin Propaganda: Pro-Gaddafi-Lieder und ein Kinderprogramm, das den Gedanken des Märtyrertums für das Vaterland verherrliche.

+++ "Heute ist der Tag der Entscheidung" +++

[10.45] Die Aufständischen haben nach eigenen Angaben bereits 95 Prozent der Hauptstadt Tripolis erobert. "Heute ist der Tag der Entscheidung", sagte der Militärsprecher der Aufständischen in Bengasi, Ahmed al-Bani. Nach seinen Angaben war es in den anderen Kampfgebieten zunächst vergleichsweise ruhig. Gefechte habe es nur in der Öl- und Hafenstadt Brega gegeben. Im Sender al-Dschasira rufen die Rebellen die letzten Gaddafi-treuen Soldaten auf, ihre Waffen abzugeben.

+++ Italien sieht Gaddafi fast besiegt +++

[10.40] Die Rebellen haben nach Einschätzung Italiens fast ganz Tripolis unter ihre Kontrolle gebracht. Die Regierungstruppen hätten nicht mehr als zehn bis 15 Prozent der Hauptstadt noch unter ihrer Kontrolle, sagte der italienische Außenminister Franco Frattini. Die Festnahme von Gaddafis Söhnen sei der entscheidende Schlag gegen das Regime gewesen. Sollte Gaddafi weiterhin Widerstand leisten, dann sei er verantwortlich, wenn es zu einem Blutbad komme, betonte Frattini.

+++ Gaddafis Kommandozentrale schwer beschädigt +++

[10.25] Ein Bewohner von Tripolis, der in der Nähe von Gaddafis Gebäudekomplex Bab al-Asisija lebt, spricht mit der Nachrichtenagentur AP: Er bestätigt Berichte, wonach Panzer vom Gelände gefahren seien, nachdem Rebellen versucht hätten, hinein zu gelangen. Das Anwesen, das lange Zeit als Kommandozentrale des Regimes diente, sei in den Nato-Luftangriffen der vergangenen fünf Monate schwer beschädigt worden.

+++ Die Ereignisse im Überblick +++

[10.18] Die bisherigen Geschehnisse in der Zusammenfassung: Die Rebellen haben in der Nacht zum Montag weite Teile von Tripolis unter ihre Kontrolle gebracht - sechs Monate nach Beginn des Bürgerkriegs. Gaddafis Leibgarde hat sich ergeben, der Aufenthaltsort des Despoten ist ungewiss. Die Kämpfe zwischen Regimegegnern und Regierungstruppen dauern an. Zwei Söhne Gaddafis sollen in Gefangenschaft der Rebellen sein. Die internationale Gemeinschaft drängt Gaddafi zum Rückzug.


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"Das Ende ist nahe"

+++ Unklare Gefechtslage +++

[10.12] Am Morgen meldeten libysche Rebellen über Twitter noch schwere Gefechte nahe des Präsidentenpalastes - doch wie die Lage derzeit aussieht, ist unklar. Panzer und Spezialeinheiten, die Gaddafi nach wie vor ergeben sind, sollen zusammengezogen worden sein, von heftigen Schusswechseln ist die Rede. Nur wenige Informationen lassen sich durch zweite oder dritte Quellen bestätigen.

+++ Südafrika dementiert Gaddafis Fluchtpläne +++

[9.59 Uhr] Der Aufenthaltsort des Diktators ist weiter unklar. Zwar hält sich das Gerücht, dass angeblich zwei Flugzeuge aus Südafrika in Tripolis gelandet sein sollen. Die Regierung Südafrikas dementiert jedoch, man habe Maschinen von Pretoria nach Tripolis geschickt. Das Land gilt neben Angola oder Simbabwe als ein mögliches Exil für Gaddafi und seine Familie.

+++ Schwere Kämpfe dauern an +++

[9.53] Ein Rebellenkämpfer sagt dem arabischen Sender al-Dschasira, etwa ein Fünftel der Hauptstadt sei noch in der Gewalt der Gaddafi-Truppen. Die Kämpfe gingen weiter.

+++ EU: "Schützt die Zivilisten"

[9.41] Auch Brüssel mahnt den Despoten zur Kapitulation: "Wir sind Zeuge der letzten Momente des Gaddafi-Regimes", sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. Zur Stunde würden bereits bestehende Szenarien und Pläne diskutiert, wie Libyen nach dem möglichen Ende von Gaddafis Herrschaft organisiert werden solle. Die EU ruft die Rebellen auf, in der historischen Stunde "verantwortlich" zu handeln und Zivilisten zu schützen.

+++ Cameron: "Ende ist nahe" +++

[9.21] Der britische Premierminister David Cameron fordert Gaddafi zum Rückzug auf. "Aus den Szenen, die wir in Tripolis sehen, wird klar, dass das Ende für Gaddafi nahe ist (...) Er hat entsetzliche Straftaten gegenüber dem libyschen Volk begangen und muss jetzt gehen, um weiteres Leiden seines eigenen Volkes zu verhindern." Cameron hat seinen Urlaub abgebrochen, um bei einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates die Situation in Libyen zu erörtern.

+++ Ölpreis fällt +++

[9.12] Nach der Offensive der libyschen Rebellen fällt der Ölpreis im asiatischen Handel um 2,37 Dollar auf 106,25 Dollar (ein Barrel der Nordseesorte Brent). Der Wüstenstaat produzierte vor Beginn der Kämpfe im Februar rund 1,49 Millionen Barrel Öl am Tag; 85 Prozent davon wurden nach Europa exportiert. In den vergangenen Monaten brach die Produktion ein.

+++ Gaddafi harrt offenbar weiter in Tripolis aus

[8.55] Sein Regime wankt - wo ist Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi? Nach Angaben aus Diplomatenkreisen soll sich der Despot weiter in Tripolis aufhalten, wahrscheinlich in der Residenz Bab al-Asisija. Das Anwesen war seit März mehrfach Ziel von Nato-Luftangriffen, fast alle Gebäude wurden dabei zerstört. Allerdings soll Gaddafi auf dem Gelände über ein Bunkersystem verfügen.

+++ Schwere Kämpfe in Tripolis +++

[8.16] Tripolis ist zu weiten Teilen in der Hand der Rebellen, aber noch immer wird in der libyschen Hauptstadt heftig gekämpft. In der Nähe des Gebäudekomplexes von Staatschef Gaddafi liefern sich Rebellen und Soldaten des Machthabers schwere Gefechte. Nach einem Bericht des Senders al-Dschasira verlassen Panzer das Anwesen Gaddafis und nehmen einen Teil der Hauptstadt unter Beschuss.

+++ Australien fordert Gaddafi zum Machtverzicht auf +++

[7.22] Die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard ruft den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi auf, sich dem Willen seines Volkes nicht länger in den Weg zu stellen. Gaddafi solle sich außerdem wegen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Die Regierung in Canberra gehörte zu den ersten, die eine Flugverbotszone über Libyen forderten.


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amz/hen/yas/fab/can/dpa/dapd/AFP/Reuters/AP
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