Misshandlungsvorwurf Terrorverdächtiger beschuldigt US-Behörden

Ein in den USA festgenommener Terrorverdächtiger hat gegen mehrere Gefängnisaufseher schwere Vorwürfe erhoben: Er habe 23 Stunden pro Tag in Isolationshaft verbringen müssen und sei misshandelt worden. Die US-Behörden wiesen die Beschuldigung zurück.


Detroit - Zudem sei er während seiner dreijährigen Haft im Landkreis Wayne bei Detroit gezwungen worden, Schweinefleisch zu essen, was gegen die muslimischen Religionsvorschriften verstößt, berichtete der gebürtige Marokkaner Karim Koubriti in einer eidesstattlichen Erklärung. Ein Sprecher des Sheriffs von Wayne County, wo Koubriti inhaftiert war, wies die Vorwürfe zurück.

Koubriti war am 17. September 2001 festgenommen worden, sechs Tage nach den Terroranschlägen in New York und Washington. Im Jahr 2003 befand ihn ein Gericht der Beteiligung an einer terroristischen Verschwörung für schuldig. Das Urteil wurde jedoch annulliert, weil die Regierung der Verteidigung Dokumente vorenthalten hatte, die zur Entlastung Koubritis hätten beitragen können.

In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Terrorverdächtige Missbrauchsvorwürfe gegen Aufseher in US-Haftanstalten erhoben, dabei ging es jedoch meistens um Gefängnisse außerhalb der USA wie etwa das Gefangenenlager Guantanamo in Kuba.



© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.