Neue US-Umfragen Obama verliert wichtige Staaten an Romney
Wahlkämpfer Obama am 5. Oktober in Ohio: Schlacht um die Swing States
Foto: MANDEL NGAN/ AFPWashington - Das Schlachtfeld ist klar definiert: Als wichtigste Swing States in der US-Präsidentschaftswahl 2012 gelten Florida, Ohio, Virginia, Wisconsin und Colorado. Fast genauso sehr müssen sich Obama und Romney um die US-Staaten Nevada, Pennsylvania, Iowa, New Hampshire und North Carolina bemühen. Wer in diesen bevölkerungsreichen Wechselwählerstaaten vorne liegt, kann sich wichtige Wahlmännerstimmen sichern.
In der Aufholjagd um die Wählergunst in einigen dieser Staaten liegt Romney aktuellen Umfrageergebnissen zufolge jetzt vorn. Laut der Übersicht auf der Nachrichtenseite Real Clear Politics führt der Republikaner Romney in Ohio einer Umfrage vom Freitag zufolge mit einem Punkt, in Florida je nach Umfrage gar mit zwei oder drei Punkten. Auch Virginia schlägt sich demnach auf Romneys Seite. All das ist neu. Vor Romneys überraschend starkem Auftritt bei der ersten von drei TV-Debatten der beiden Politiker hatte sich Ohio noch klar Obama zugewandt, in Virginia und Florida lag der Präsident mit wenigen Prozentpunkten vorn.
Auch in der landesweiten Wahrnehmung schmilzt Obamas Vorsprung. Laut einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos konnte der Republikaner den Abstand zu Obama um drei Punkte auf 44 zu 46 Prozent verkürzen. Zuletzt führte der demokratische US-Präsident noch mit 48 zu 43 Prozent.
Obama hat noch mindestens zwei Gelegenheiten, das Heft wieder in die Hand zu nehmen. Die zweite Debatte ist für den 16. Oktober angesetzt, die dritte für den 22. Oktober. Der Termin für die US-Präsidentschaftswahl 2012 ist der 6. November.
Neuen Rückenwind kann sich Obama nach seinem unsicheren Auftritt im TV-Duell derweil auch durch die sinkenden Arbeitslosenzahlen erhoffen. Mit 7,8 Prozent erreichte die Arbeitslosenrate in den USA den niedrigsten Stand seit Januar 2009.