Drama auf dem Mittelmeer Dutzende Leichen in Flüchtlingsboot entdeckt

Wieder sind Flüchtlinge auf dem Mittelmeer gestorben: Auf einem Schiff vor der libyschen Küste wurden im Laderaum die Leichen von rund 50 Menschen entdeckt.
Flucht übers Mittelmeer: Schätzungen zufolge starben bei dem Versuch in diesem Jahr schon 2500 Menschen (Archivbild)

Flucht übers Mittelmeer: Schätzungen zufolge starben bei dem Versuch in diesem Jahr schon 2500 Menschen (Archivbild)

Foto: © Darrin Zammit Lupi / Reuters/ REUTERS

Es ist eine grausame Entdeckung auf einem Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer: Im Laderaum wurden Dutzende Migranten tot aufgefunden. Das bestätigte die italienische Küstenwache am Mittwoch.

Von Bord wurden laut Nachrichtenagentur Ansa etwa 400 Menschen durch die Besatzung des schwedischen Schiffes "Poseidon" lebend von dem Holzboot gerettet. Das Schiff, das sich vor der libyschen Küste befand, sei in Richtung Italien unterwegs gewesen. Erst vor wenigen Tagen waren im Mittelmeer rund 50 Leichen auf einem Schiff unter Deck entdeckt worden. Die "Poseidon" ist im Auftrag der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex im Einsatz.

Laut der italienischen Küstenwache liefen mehrere Rettungseinsätze für insgesamt mehr als 2000 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer.

Nahezu täglich versuchen Hunderte Menschen, von Afrika nach Europa zu gelangen. In diesem Jahr sind bereits mehr als 100.000 Flüchtlinge über den Seeweg von Afrika und dem Nahen Osten aus nach Italien gelangt. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Unglücken mit Hunderten Toten. Schätzungen zufolge starben in diesem Jahr schon 2500 Flüchtlinge bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

als/dpa/Reuters
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