Mogadischu Drei somalische Minister sterben bei Detonation

Bei einer Explosion in einem Hotel in Somalia sind mehrere Menschen getötet worden - darunter drei Mitglieder der Übergangsregierung. Offenbar handelt es sich um einen Anschlag.

Verwundeter Journalist in Somalia: Anschlag bei einer Diplomverleihung
REUTERS

Verwundeter Journalist in Somalia: Anschlag bei einer Diplomverleihung


Mogadischu - Bei einem Anschlag in einem Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind am Donnerstag mindestens sechs Menschen getötet worden, unter ihnen drei Minister der somalischen Übergangsregierung.

Der Sprengsatz explodierte nach Polizeiangaben während einer Examensfeier der Universität in einem festlich geschmückten Ballsaal des Hotels Shamow. Dort kamen mehrere hundert Menschen zusammen, um 43 Studienabgänger zu feiern.

Bei der Explosion seien die Minister für Bildung, höhere Bildung und Gesundheit getötet worden, teilte Informationsminister Dahir Mohamud Gelle mit. Die Minister für Sport und Tourismus wurden verletzt. Unter den Toten waren auch zwei somalische Journalisten und ein Arzt.

Die Benadir-Universität wurde 2002 von somalischen Ärzten gegründet, um angesichts ständiger Gewalt den medizinischen Nachwuchs zu sichern.

In Somalia kämpfen mehrere Gruppen islamischer Extremisten gegen die Regierung. Sie haben weite Teile der Mitte und des Südens des Landes unter ihre Herrschaft gebracht. Außerdem ist die Rebellengruppe Hezb al-Islam in dem Land aktiv. In Somalia herrscht seit 1991 Bürgerkrieg. Die international unterstützte Übergangsregierung von Präsident Sharif Ahmed kontrolliert nur einen kleinen Teil des kriegszerstörten Mogadischu.

kgp/dpa/AFP/Reuters

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