Mohammed-Cartoons Wütende Proteste in Hongkong und Malaysia

In Asien haben auch heute tausende Muslime gegen die Mohammed-Cartoons demonstriert. Sie forderten den Boykott dänischer Waren. In Malaysia wurde eine Bush-Puppe verbrannt.


Hongkong - In Hongkong gingen nach Angaben der Organisatoren etwa 3000 Muslime zum Protest gegen die Mohammed-Cartoons auf die Straße. Die meisten von ihnen waren dort lebende Pakistaner, Inder, Indonesier und Sri Lanker. "Spielt nicht mit unserer Religion", stand auf einem Spruchband.

Bei der bislang größten Kundgebung in Malaysia verbrannten nach Behördenangaben ebenfalls rund 3000 Muslime eine Puppe von US-Präsident George W. Bush und forderten einen Boykott dänischer Waren.

Die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" hatte die umstrittenen Zeichnungen im vergangenen Herbst als erste veröffentlicht. Die Demonstration fand im nordöstlichen Staat Kelantan statt, in dem die fundamentalistische Islamische Partei an der Regierung ist.

Nach tagelangen teils gewaltsamen Protesten in Pakistan nahm die Polizei im Osten des Landes 125 Demonstranten wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz fest, wie die Behörden mitteilten.

als/ap



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