Mohammed-Karikaturist Brandsätze in Haus von schwedischem Zeichner geworfen

Al-Qaida hat ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt: Seit Jahren verfolgen Mörder den schwedischen Karikaturisten Lars Vilks, weil er Mohammed als Hund gezeichnet hat. Nun haben unbekannte Brandsätze in sein Privathaus geworfen.

Schwedischer Künstler Lars Vilks: Mohammed als Hund
AFP

Schwedischer Künstler Lars Vilks: Mohammed als Hund


Stockholm - Auf das Haus des schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks ist am Wochenende ein Brandanschlag verübt worden. Dies teilten Vilks, der zu der Tatzeit nicht zu Hause war, und die Polizei mit. Der Sachschaden sei "eher gering", sagte eine Polizeisprecherin. Durch die Fenster seien Flaschen mit einer entzündlichen Flüssigkeit geschleudert worden. Das Feuer sei von selbst ausgegangen.

Vilks sagte, er habe sein Haus in Nyhamnsläge im Südwesten Schwedens am Freitagabend verlassen. Am Samstagmorgen wurde dann der Anschlag entdeckt. Möglicherweise sollte er sich für einige Zeit zurückziehen, sagte Vilks.

Eine schwedische Regionalzeitung hatte 2007 eine Karikatur von Vilks veröffentlicht, die einen Hund mit dem Kopf des Propheten Mohammed zeigt. Erst am Dienstag war Vilks bei einer Tagung in der Universität von Uppsala nördlich von Stockholm tätlich angegriffen worden. Eine dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestehende Organisation hat ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt. Im vergangenen März nahm die Polizei sieben Muslime fest, die an einem Mordkomplott gegen Vilks beteiligt gewesen sein sollen.

lis/afp

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