Anklage in den USA Ex-Mitarbeiterin der Luftwaffe soll für Iran spioniert haben

Die Amerikanerin Monica Witt arbeitete einst für den Geheimdienst der US-Luftwaffe. Nun hat das Justizministerium Anklage gegen sie erhoben: Sie soll Iran strikt geheime Informationen zugespielt haben.
Witt auf dem "Wanted"-Poster des FBI

Witt auf dem "Wanted"-Poster des FBI

Foto: AP/FBI

Das Justizministerium in Washington hat Anklage gegen eine 39-jährige Amerikanerin erhoben: Die Behörde wirft Monica Witt vor, für Iran spioniert zu haben. Es ist nicht bekannt, wo sie sich derzeit aufhält. Es wurde ein internationaler Haftbefehl ausgestellt.

Witt arbeitete laut der Bundespolizei FBI  von 1997 bis zum Jahr 2008 für die Spionageabwehr der US-Luftwaffe. Sie habe der iranischen Seite strikt geheime Informationen über Geheimdienstoperationen gegen Iran geliefert, teilte das Justizministerium nun mit .

So soll Witt unter anderem die Identität eines US-Agenten preisgegeben haben, womit sie dessen Leben aufs Spiel gesetzt habe. Auch habe sie Daten an die iranischen Revolutionsgarden geliefert, die für Cyberangriffe auf ihre früheren Kollegen verwendet worden seien.

In den Jahren nach 2008 sei Witt aus "ideologischen" Gründen in das iranische Lager gewechselt, hieß es von der Behörde. 2012 reiste sie demnach nach Iran, um an der Konferenz einer Organisation teilzunehmen, die den Revolutionsgarden nahesteht. Im Jahr 2013 setzte sie sich US-Angaben zufolge dann ab. Es wird vermutet, dass sie sich derzeit in Iran aufhält; bestätigt ist das aber nicht.

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Angeklagt wurden auch vier Iraner, die im Auftrag der Revolutionsgarden für die Cyberattacken gegen Witts Ex-Kollegen verantwortlich sein sollen. Die Anklageerhebungen wurden zeitgleich zu einer Sicherheitskonferenz in Warschau bekannt gegeben, bei der die US-Regierung für verstärkten internationalen Druck auf Teheran werben wollte.

aar/AFP
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