Moskau Noch über 300 Geiseln in Krankenhäusern


Moskau - In Moskauer Krankenhäuser wurden am Dienstag immer noch 311 Geiseln, die am Samstag aus der Hand tschetschenischer Rebellen befreit worden waren, behandelt. Bei 16 Patienten sei der Zustand wegen der Nachwirkungen des bei der Erstürmung des Musical-Theaters eingesetzten Gases ernst, meldete die Agentur Itar-Tass am Dienstagmorgen unter Berufung auf die Kliniken. 333 befreite Geiseln seien entlassen worden.

Auch die beiden deutschen Ex-Geiseln wurden am Dienstag aus einem Münchner Klinikum zu ihren Familien entlassen.

Unter den Opfern des Geiseldramas ist nach Angaben der US-Botschaft möglicherweise auch ein Amerikaner. Die vorläufige Identifikation einer Leiche habe ergeben, dass es sich vermutlich um einen 49-jährigen Elektriker aus Oklahoma City handelt, der von seiner Familie als vermisst gemeldet worden war. Er hatte die Musical-Aufführung am Mittwochabend mit seiner russischen Verlobten und deren Tochter besucht, als tschetschenische Extremisten das Theater überfielen und Hunderte Menschen als Geiseln nahmen.



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