Kampf um Mossul Iraks Armee verkündet Eroberung des Bahnhofs

Die irakischen Regierungstruppen melden beim Kampf um Mossul einen weiteren Erfolg gegen den IS: Sie hätten den strategisch wichtigen Bahnhof der Dschihadisten-Hochburg zurückerobert.

Irakische Soldaten
AFP

Irakische Soldaten


Einen Monat nach dem Beginn ihrer Offensive zur Rückeroberung der irakischen Stadt Mossul aus der Gewalt der Extremistenmiliz IS ist der Armee angeblich ein weiterer Erfolg gelungen. Die Regierungstruppen gaben die Einnahme des Hauptbahnhofs bekannt. Auch der nahe gelegene Busbahnhof sei wieder unter Kontrolle der Regierungstruppen, sagte Generalleutnant Raed Schakir Dschaudat.

Mossuls Bahnhof war früher ein wichtiger Verkehrs- und Handelsknotenpunkt. Seit der US-Invasion 2003 hatte er allerdings stillgelegen, und es wird voraussichtlich noch einige Zeit dauern, bis dort wieder Züge rollen. Seine Einnahme bedeutet aber dennoch einen symbolischen Sieg für die irakischen Truppen. Ziel ist es, die Dschihadisten aus deren letzten Bastionen im Westen der Stadt zu vertrieben.

Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration sind seit Beginn der Offensive rund 80.000 Menschen aus dem Westen der Stadt geflohen. Im Zuge der Befreiung Mossuls hatte die Armee den Ostteil der zweitgrößten irakischen Stadt bereits Ende Januar eingenommen.

Das Vorrücken der irakischen Regierungstruppen gegen den IS hat in Mossul eine Flüchtlingswelle losgelöst. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind allein in den vergangenen zwei Wochen 65.000 Menschen geflohen, bis zu 600.000 können noch eingeschlossen sein.

In Mossul hatte der Anführer des IS, Abu Bakr al-Baghdadi, 2014 sein Kalifat ausgerufen, ein streng islamisches Reich in Syrien und im Irak.

als/AFP/Reuters

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