Kandidat der Muslim-Liga Mamnoon Hussain wird neuer Präsident von Pakistan

In Pakistan ist der Kandidat der regierenden Muslim-Liga zum Präsidenten gewählt worden. Der Geschäftsmann Mamnoon Hussain wird das Amt im September übernehmen. Sein Sieg galt als sicher - die größte Oppositionspartei hatte die Abstimmung boykottiert.

Politiker Hussein (am 26. Juli): Sieg bei der Wahl in Pakistan
DPA

Politiker Hussein (am 26. Juli): Sieg bei der Wahl in Pakistan


Islamabad - Der Geschäftsmann Mamnoon Hussain wird neuer Präsident von Pakistan. Ein Sieg des Kandidaten der regierenden Muslim-Liga galt schon vor der Abstimmung als sicher. Erstmals waren nicht alle Pakistaner, sondern lediglich die Parlamentsabgeordneten sowie Vertreter der Provinzen zur Wahl des Präsidenten aufgerufen. Das Amt hat nach einer Verfassungsänderung nur noch eine überwiegend repräsentative Funktion. Hussain soll am 9. September seinen Amtseid ablegen.

Der Politiker der regierenden Muslim-Liga erzielte die Mehrheit der Stimmen der Abgeordneten des Parlaments und der Regionalvertretungen, wie der staatliche Fernsehsender PTV berichtete. Hussain wird der zwölfte Präsident Pakistans und folgt auf Asif Ali Zardari, dessen Amtszeit im September endet.

Hussain ist ein enger Vertrauter von Premierminister Nawaz Sharif. Sein einziger Konkurrent war Wajihuddin Ahmed, ein angesehener früherer Richter am Obersten Gerichtshof Pakistans. Er war von der drittgrößten Partei aufgestellt worden, der Pakistan Tehreek-e-Insaaf des früheren Cricket-Stars Imran Khan.

Die wichtigste Oppositionspartei des Landes, die Pakistanische Volkspartei, boykottierte die Wahl. Grund dafür war die Vorverlegung der Abstimmung, die ursprünglich für den 6. August geplant war.

usp/AFP



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