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Spionage-Affäre Mutmaßlicher CIA-Agent verlässt Russland

Russland ließ in der vergangenen Woche einen mutmaßlichen CIA-Mann auffliegen. Als "unerwünschte Person" musste Ryan Fogle jetzt das Land verlassen - ein Fernsehsender zeigte seine letzten Momente auf russischem Boden.

Moskau - Der in Russland gefasste mutmaßliche CIA-Agent Ryan Fogle hat einem Fernsehbericht zufolge das Land verlassen. Der russische Sender NTV zeigte am Sonntag Bilder von einem Mann, bei dem es sich um Fogle handeln soll. Er war am Check-In-Schalter und in der Sicherheitskontrolle des Moskauer Flughafens Scheremetjewo zu sehen.

NTV zeigte außerdem, wie Fogle mit seinem Rollkoffer das Flughafenterminal betrat. Begleitet wurde er dabei von Mitarbeitern der US-Botschaft. Die Fluggesellschaft Delta Air Lines bietet von Scheremetjewo aus Direktflüge nach New York an.

Keine Stellungnahme der US-Botschaft

Am vergangenen Dienstag hatte der russische Inlandsgeheimdienst FSB Fogles Festnahme bekannt gegeben. Der mutmaßliche Agent soll versucht haben, einen Russen für den US-Geheimdienst anzuwerben. Als Tarnung soll er in der politischen Abteilung der Moskauer US-Botschaft gearbeitet haben. Russland erklärte Fogle zur "unerwünschten Person", die das Land umgehend verlassen muss.

Für Aufsehen hatte vor allem die Art und Weise gesorgt, in der Russland den mutmaßlichen Spion hochgehen ließ. Medienwirksam breiten die Ermittler aus, wie der junge Diplomat offenbar unter Einsatz von zwei Perücken und mit 500-Euro-Scheinen versucht haben soll, Geheimdienstler auf seine Seite zu ziehen. Der Kreml nannte in der Folge auch den vollen Namen des örtlichen CIA-Büroleiters und düpierte damit Washington.

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Aufgeflogener CIA-Mann: Mutmaßlicher Spion verlässt Russland

Foto: APTN/ AP/dpa

Die US-Botschaft in Moskau wollte am Sonntag keine Stellungnahme zu dem Vorfall abgeben. Das Außenministerium der USA bestätigte inzwischen zwar, dass Fogle für die amerikanische Botschaft tätig ist, machte jedoch keine genaueren Angaben über seine Aufgaben. Von der CIA gab es keinen Kommentar.

rls/AFP