Terror-Helfer Mutmaßlicher Qaida-Finanzier in Frankreich gefasst

Die französischen Behörden haben eine mutmaßliche Schlüsselfigur der Terrorszene im Land festgenommen. Ein gebürtiger Tunesier soll für al-Qaida und andere Terrorgruppen Geld gesammelt, Waffen gekauft und neue Mitglieder rekrutiert haben.


Paris - Die französischen Behörden haben einen gebürtigen Tunesier aus Toulon wegen Terrorverdachts festgenommen. Die Liste der Vorwürfe gegen den 35-Jährigen ist lang: Der Verdächtige soll eine französische Webseite betrieben haben, die zum Dschihad aufruft. Dort soll er die Rekrutierung von Islamisten vorangetrieben haben.

Ihm wird zudem vorgeworfen, ein Finanzier des Terrornetzwerks al-Qaida zu sein. So soll er Geld gesammelt haben, um die Anschaffung von Raketen und Schusswaffen für das Terrornetzwerk zu finanzieren. Er habe eine "zentrale Rolle" dabei gespielt, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit.

Nach Angaben der Behörden soll der Mann per Internet "Informationen und Anweisungen an terroristische Organisationen, darunter al-Qaida und al-Qaida im Maghreb (AQMI), weitergegeben haben." So soll er etwa Anleitungen zum Bau von Sprengkörpern weitergeleitet haben und auch Informationen über Geheimdienstagenten in den Reihen von al-Qaida. Außerdem habe er das Terrornetzwerk über Reisen von ausländischen Regierungsvertretern informiert, auf die Anschläge verübt werden könnten.

Dem Tunesier droht nun eine vorläufige Anklage wegen der Planung terroristischer Handlungen und der Finanzierung terroristischer Unternehmungen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

2011 hatte das Pariser Strafgericht bereits einen Tunesier wegen Finanzierung von al-Qaida verurteilt - er wurde abgeschoben. Der Mann war Mitglied der Terrorzelle "Cherifi", sie ist nach dem Anführer der Gruppe benannt. Am 28. Januar wurden noch acht weitere Männer der Terrorzelle wegen Qaida-Finanzierung verurteilt.

heb/ras/AP/AFP

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Onkel_Karl 03.07.2012
1. moh@
Zitat von sysopDie französischen Behörden haben eine mutmaßliche Schlüsselfigur der Terrorszene im Land festgenommen. Ein gebürtige Tunesier soll für al-Qaida und andere Terrorgruppen Geld gesammelt, Waffen gekauft und neue Mitglieder rekrutiert haben. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,842329,00.html
Um Mohhamed Merrah und seinen Bruder ist sehr schnell still geworden,die Mutter hat im Interview gesagt,dass sie Beweise hat und Merah unschuldig ist. Zumindest in dem was man ihm vorwirft,sie sagte sie will in den nächsten Tagen ein Video von der Tatnacht den Medien übergeben. Aber man hört nichts mehr,dabei hat Merah nachgewiesen geschrien haben dass er unschuldig ist und nicht wie behauptet wurde,er wäre ein Al Qaida Kämpfer. Sogar Sarkozy hat es abgestritten,dass Merah in einem Ausbildungslager in Afganistan war. Nur eines passt nicht ganz zu der Geschichte,wie kann ein 21 Jähriger so viele Waffen besitzen,die meisten legal. AK-47,UZI usw. Wie die Mutter angedeutet hat,hat Merah geschrien "warum wollt ihr mich töten,ich habe ja alles richtig gemacht". Was hat er richtig gemacht,war er in irgendeiner Form mit Staat in Kontakt(bei uns und NSU ging es ja) und was das wirklich seltsame ist,dass Merah in mehreren Ländern war am Anfang des Jahres...und wo war er?....Jemen,Libanon,Pakistan...schöne Auswahl. Das Video wurde übergeben,als er schon in der Wohnung festsass ..wer hat den "Bekennerschreiben" den Zeitungen übergeben....
blumt0pf 03.07.2012
2. Auch Spender ausfindig machen!
Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, wenn man zwar die Sammler schnappt, aber die bereitwilligen Finanziers dieser Mörder unbehelligt lässt. Irgendwann tritt einer von denen als neuer Sammler hervor und dann fängt das Spiel von vorne an. Und die Tatsache islamistische Mörder zu unterstützen, sollte genügen um sich in Europa strafbar zu machen. Bei Rechtsradikalen wie der NSU ist man ja auch nicht so zimperlich. Islamisten sind nichts anderes als islamische Nazis.
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