Nach Anschlag in Florida Pentagon bricht Ausbildung saudi-arabischer Militärs in den USA ab
Sarg eines der Opfer
Foto: Scott Serio/ EPA-EFE/ REXDie USA und Saudi-Arabien arbeiten militärisch eng zusammen. In den Vereinigten Staaten werden jährlich Hunderte von saudi-arabischen Militärs ausgebildet. Damit ist es nun vorerst vorbei.
Nach dem Schusswaffenangriff eines saudi-arabischen Soldaten auf einem US-Militärstützpunkt in Florida hat das Pentagon die Ausbildung von Militärs aus Saudi-Arabien auf US-Gebiet bis auf Weiteres eingestellt.
In den kommenden zehn Tagen sollen die Sicherheitsüberprüfungen von ausländischen Auszubildenden, die in den Vereinigten Staaten Lehrgänge bei der US-Armee absolvieren, einer Revision unterzogen werden. Das erklärte das US-Verteidigungsministerium am Dienstag (Ortszeit).
Der saudi-arabische Leutnant hatte am Freitag auf dem Marinefliegerstützpunkt in Pensacola im Bundesstaat Florida in einem Unterrichtsgebäude um sich geschossen. Drei US-Militärs wurden getötet und acht weitere Menschen verletzt. Der Angreifer wurde bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.
Angeblich machte der Angreifer seine Absichten online deutlich
Der 21-jährige Schütze soll kurz vor dem Angriff ein Manifest im Onlinedienst Twitter veröffentlicht haben, in dem er die USA als "Nation des Bösen" anprangerte. Der Nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus, Robert O'Brien, sprach von einem offenkundigen Terroranschlag. Allerdings müssten die Ermittlungen der Bundespolizei FBI abgewartet werden.
Im Rahmen der nun von US-Vizeverteidigungsminister David Norquist angeordneten Revision der Sicherheitschecks sollen den Pentagon-Angaben zufolge unter anderem alle derzeit von der US-Armee innerhalb der Vereinigten Staaten trainierten saudi-arabischen Militärs erneut durchleuchtet werden. Diejenigen unter ihnen, die in der Pilotenausbildung sind, müssten vorerst am Boden bleiben, sagte ein Ministeriumsmitarbeiter.