Nach Bin Laden Al-Qaida hat angeblich neue Chefs


Washington - Das Terrornetzwerk al-Qaida hat angeblich seit dem Verschwinden seines mutmaßlichen Gründers Osama Bin Laden eine neue Führung. An der Spitze der dezentral gesteuerten Organisation stünden sechs Männer, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf Geheimdienste in den USA und Europa.

Die Mitglieder der Führungsriege stammen angeblich aus Nahost und operierten von Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien, dem Jemen, Somalia und Südasien aus. Mit der Vorbereitung der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 sowie auf das US-Kriegsschiff "USS Cole" vor zwei Jahren hätten sie sich bereits erprobt.

Die sechs Männer seien zwar von Beginn des al-Qaida-Netzwerks an dabei gewesen, zitierte die Zeitung einen europäischen Geheimdienstexperten. Sie hätten aber vorher im Schatten bin Ladens gestanden. Vermutlich habe sich die neue Führungsebene erstmals zur Ausbildung von Somaliern getroffen, die 1993 bei Kämpfen in Mogadischu 18 US-Soldaten töteten.



© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.