Nach dem 11. September Rassismus auf dem Vormarsch

Nach den Terror-Anschlägen vom 11. September haben Rassismus und rassistische Diskriminierungen in der ganzen Welt zugenommen. Besonders Muslime und Araber sind nach Angaben der Uno die Opfer.


World Trade Center: Der 11. September veränderte die Welt
Foto: Wolfgang Büchner

World Trade Center: Der 11. September veränderte die Welt

New York - Typische Beispiele für den weltweiten Anstieg von Rassismus seien neben der häufigen Diskriminierung von Arabern und Muslimen auch Anschläge auf Synagogen und die Anwendung rassischer Profile bei Einreisekontrollen, heißt es in dem Bericht der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen. Muslime und Araber werden demnach häufig bei Reisen in westliche Länder stigmatisiert.

Angriffe auf jüdische Synagogen und antisemitische Graffiti stünden mit dem andauernden israelisch-palästinensischen Konflikt im Zusammenhang. Zu den weiteren Ursachen heißt es in dem Uno-Bericht: "Das Phänomen scheint die Folge von Wahlerfolgen nationalistischer und rechtsextremer Parteien in einer Reihe von Ländern zu sein ... Sie scheinen auch eine Folge der terroristischen Anschläge vom 11. September zu sein."

In vielen Ländern sei eine Rückkehr von Rassismus, rassischer Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit zu beobachten. "Zusammen mit den Sicherheitsmaßnahmen für die Bekämpfung des Terrorismus führen die Maßnahmen gegen Einwanderung nun zu dem Eindruck, dass ein Eiserner Vorhang zwischen dem Norden und dem Süden des Planeten gefallen ist", schreiben die Autoren der Menschenrechtskommission. Der internationale Kampf gegen Rassismus müsse deshalb mit Ausdauer und Nachdruck geführt werden, "da täglich Millionen von Menschen dem Horror einer diskriminierenden Behandlung unterworfen werden", forderten sie.



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