Nach der Bush-Rede Fischer warnt Irak vor Tragödie

Nach der jüngsten Rede von US-Präsident George W. Bush hat Bundesaußenminister Joschka Fischer den Weltsicherheitsrat aufgefordert, für die sofortige Rückkehr der Uno-Waffeninspektoren in den Irak zu sorgen. Und Bagdad müsse dafür die Grundlagen schaffen.


Indiens Außenminister Sinha (l.) bei einem Treffen mit Fischer in Berlin
DPA

Indiens Außenminister Sinha (l.) bei einem Treffen mit Fischer in Berlin

Berlin/New York - Fischer sagte am Dienstag in Berlin, es sei von zentraler Bedeutung, dass der Uno-Sicherheitsrat eine Entscheidung treffe. Das höchste Entscheidungsgremium der Vereinten Nationen müsse die Grundlage dafür schaffen, dass die Waffeninspektoren unmittelbar mit ihrer Arbeit beginnen könnten und so "eine große Tragödie" verhindert werde. Bagdad müsse im Gegenzug alle seine Verpflichtungen erfüllen und die Inspektoren uneingeschränkt ins Land lassen, sagte Fischer nach einem Treffen mit dem indischen Außenminister Yashwant Sinha.

Auch Sinha forderte Bagdad zur bedingungslosen Erfüllung der Uno-Resolutionen auf. Wenn der Irak bei den Waffeninspektionen mit den Vereinten Nationen kooperiere, solle eine Aufhebung der Sanktionen erwogen werden, sagte Sinha weiter. Er warnte zugleich mit Blick auf die US-Kriegsdrohungen vor einem einseitigen Vorgehen gegen den Irak.

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