Nach Nizza-Attentat Polizei nimmt zwei weitere Personen fest

Die französische Polizei hat nach dem Anschlag in Nizza eine Frau und einen Mann festgenommen. Die Zahl der Personen in Gewahrsam steigt damit auf sieben.

Blumen an der Promenade des Anglais
DPA

Blumen an der Promenade des Anglais


Ermittler in Nizza haben am Sonntag zwei weitere Personen festgenommen. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau, wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend unter Berufung auf Justizkreise melden. Nach dem Anschlag am späten Donnerstagabend waren schon vier Männer und die Ex-Frau des Attentäters festgenommen worden. Sie waren am Sonntag weiter in Polizeigewahrsam.

Nach einer Schweigeminute am Montag soll die Promenade des Anglais in Nizza wieder komplett geöffnet werden. Das teilte das Bürgermeisterbüro der südfranzösischen Stadt mit. Die Schweigeminute soll am Monument du Centenaire um 11.45 Uhr für die Opfer des Attentats vom vergangenen Donnerstag abgehalten werden. Danach wird auch der derzeit noch gesperrte Abschnitt der Fahrbahnseite zum Strand hin für den Verkehr freigegeben.

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Nizza: Attacke am Nationalfeiertag

Auf dem Teilstück haben Trauernde Kerzen und Blumen für die Opfer niedergelegt. Bei dem Attentat waren am späten Abend des französischen Nationalfeiertags mindestens 84 Menschen auf der Promenade des Anglais getötet worden, als ein 31-Jährige mit einem Lkw in die feiernde Menge raste. Mehr als 200 weitere wurden verletzt.


Mehr zu den Hintergründen der Bluttat von Nizza sehen Sie bei SPIEGEL TV, am Sonntag um 22:05 Uhr auf RTL.

Video: Der Anschlag in Nizza

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Thorkh@n 17.07.2016
1. Auf mich ...
... wirken all die Verhaftungen wie purer Aktionismus. Warum ist es so schwer, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass da ein psychisch kranker Mensch eine Wahnsinnstat begangen hat? Der Todespilot der German-Wings-Maschine 2015 war schließlich auch kein terroristischer Kreuzritter. Auch Muslime können einfach nur krank sein.
Bürger Icks 17.07.2016
2. Wer soll das alles noch glauben???
Mit aller Gewalt wird versucht, diese Amokfahrt dem "IS" zuzuschreiben. Damit sie schön als Grund für wieter repressive Massnahmen der Regierung gelten kann. Das geht ja nur, wenn es der "IS" war. Er hat sich also jetzt hyperschnell "radikalisiert"(man darf laut lachen!), praktisch in einem "IS" Crashkurs, wahrscheinlichl... Jetzt hat er auch schon die Amokfahrt geübt, laut Ermittlern. Soso, wie sah das aus(ist er in dem LKW gefahren, vorher, wohl anzunehmen), wo ist das passiert, wie kann man beweisen, das er für die Amokfahrt geübt hatte? Der "IS", der normalerweise Minuten braucht, um sich zu einem Anschlag zu bekennen, brauchte diesmal drei Tage. Nicht um sich zu dem Anschlag zu bekennen, aber um sich diese Amokfahrt auf die Fahnen schreiben zu können, nachdem niemand sonst diese Amokfahrt für sich beanspruchte. Ist es denn nicht so das alles darauf hinweist, daß der Typ ausgerastet ist, er Probleme mit Aggressionen hatte, mit seiner Familie, er arbeitslos war, psychische Probleme bestätigt wurden? Das jeder aussagt das der Typ nie gläubig war, sogar Schweinefleisch aß. Dann, wenn das alles geplant gewesen sein soll, dann fragt man sich aber doch, wieso er dann mit Waffendummies durch die Gegend fuhr. Wieso er nicht den Truck zumindest mit Benzin geladen hatte, um sich in "IS" Manier darin in die Luft zu jagen. Eine "IS" Zelle hätte wohl Sprengstoff hergstellt und den Truck damit beladen. Sieht es denn nicht wirklich so aus als würde hier versucht ein tragisches Verbrechen zu einem Terrorakt zu transformieren, mit aller unlogischer Gewalt? Nach und nach tauchen widersprüchliche "Beweise" auf, die einen Link zum "IS" herstellen wollen. Wann kommt die Polizei mit dem gefundenen Testament des Täters, natürlich auf seinem PC zu Hause, um die Ecke? Wann mit "Beweisen" auf Facebook? Findet man jetzt vielleicht 10 Korane bei ihm zu Hause, am vierten Tag der Suche? Hier muss man nichtmal Verschwörungstheoretiker sein, im Fall Nizza, um zu bemerken, das mit aller Gewalt versucht wird eine Verbindung zum "IS" herzustellen, obwohl diese offensichtlich nie bestand.
frenchie3 17.07.2016
3. @1 Jaja, die Außenwirkung
Und ich kann mir vorstellen daß die Polizei besseres zu tun hat als einfach mal rundrum die üblichen Verdächtigen einzusammeln. Zumal auch Frankreich ein Rechtsstaat ist und dort Argumente für den Haftbefehl vorgelegt werden mü. Daß aber bei so einem Vorfall der Läusekamm eingesetzt wird und es auch durchaus Unschuldige erwischen kann liegt in der Natur der Dinge.
simie 17.07.2016
4.
Zitat von frenchie3Und ich kann mir vorstellen daß die Polizei besseres zu tun hat als einfach mal rundrum die üblichen Verdächtigen einzusammeln. Zumal auch Frankreich ein Rechtsstaat ist und dort Argumente für den Haftbefehl vorgelegt werden mü. Daß aber bei so einem Vorfall der Läusekamm eingesetzt wird und es auch durchaus Unschuldige erwischen kann liegt in der Natur der Dinge.
Die französische Polizei hat ziemlich weit gehende Rechte um Personen in Gewahrsam zu nehmen. Sie braucht eben keinen vom Gericht bestätigten Haftbefehl. Es muss nicht einmal gegen die in Gewahrsam Genommenen ermittelt werden. Ein Interesse an einem Verhör reicht aus. In diesem Fall haben die in Gewahrsam Genommenen wohl nur das Pech, den Attentäter näher zu kennen. Ein solches Vorgehen kann man schon kritisch sehen.´ Diese Rechte der Polizei werden auch in Frankreich immer kritischer gesehen.
ukulelenzupfer 17.07.2016
5. @frnchie3
Nun, warum ist denn die Exfrau in Gewahrsam? Was wird ihr denn vorgworfen, das sie festgenommen wurde? So ganz plausibel finde ich die nun verlautbarten Informationen nicht. Das ist zwar nur begrenzt verwunderlich, schliesslich ist der Ermittlungsdruck sicher sehr hoch, doch irgendwie... Viele Grüsse, Uku.
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