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10. August 2013, 07:55 Uhr

Nach Terrorwarnung

USA öffnen Botschaften wieder

Die USA werden die meisten Botschaften wieder öffnen, die zuvor wegen mutmaßlicher Terrorgefahr geschlossen worden waren. Für die US-Botschaft der jemenitischen Hauptstadt Sanaa und das Konsulat im pakistanischen Lahore gab das amerikanische Außenministerium dagegen noch keine Entwarnung.

Washington - Die USA werden 18 der 19 kürzlich wegen mutmaßlicher Terrorbedrohungen geschlossenen diplomatischen Vertretungen am Sonntag wieder öffnen. Die US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa werde aus Sorge vor einem möglichen Terroranschlag der Gruppierung al-Qaida auf der arabischen Halbinsel jedoch weiter geschlossen bleiben, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, am Freitag.

Das US-Konsulat im pakistanischen Lahore, das auch wegen einer später bekanntgemachten Terrorbedrohung die Arbeit eingestellt hatte, werde weiterhin nicht geöffnet. Die Entwicklung in Sanaa und Lahore werde weiterhin analysiert und eine Entscheidung über eine Wiedereröffnung der Vertretungen von der Entwicklung abhängig gemacht, meinte Psaki.

Dem Beispiel der USA waren im Jemen auch Deutschland, Großbritannien und Frankreich gefolgt. Die Terrorwarnung stammt aus Washington und beruht auf geheimdienstlichen Erkenntnissen, wonach al-Qaida im Jemen, aber auch anderswo in der islamischen Welt gegen westliche Einrichtungen losschlagen könnte.

US-Medien hatten berichtet, dass sich diese Erkenntnisse auf ein angeblich abgelauschtes Telefonat zwischen dem Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri und dem Führer des jemenitischen Ablegers der Qaida, Nasser al-Wahischi, stützten. Sawahiri, ein Ägypter, ist der Nachfolger des Qaida-Gründers Osama Bin Laden, der 2011 von einem US-Sonderkommando in Pakistan getötet worden war. Er wird gleichfalls in Pakistan vermutet.

Für das Konsulat in Lahore hatte das US-Außenministerium die Maßnahme angeordnet, weil es konkrete Drohungen gebe, hieß es in einer am Freitag verbreiteten Erklärung. In Lahore blieb nur noch eine Notbesetzung. Die Mitarbeiter seien in die Hauptstadt Islamabad gebracht worden, berichtete der US-Nachrichtensender CNN.

Es habe sehr genaue Hinweise auf ein bevorstehendes Attentat nach dem Ende des Fastenmonats Ramadan gegeben, sagte ein pakistanischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur dpa. In Pakistan sind die Sicherheitskräfte seit Tagen in erhöhter Alarmbereitschaft, da es Warnungen vor neuen Anschlägen der Taliban gibt.

bim/dpa/Reuters

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