Nach Wahlen im Irak Politiker des siegreichen Bündnisses getötet

Bei einem Anschlag sind im Westen des Irak sechs Menschen getötet worden. Unter den Opfern ist ein Politiker des Wahlbündnisses, das die Parlamentswahl gewonnen hat.

Bagdad - Zwei Tage nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse im Irak haben Extremisten in der Stadt Al-Kaim im Westen des Landes einen Politiker und fünf weitere Menschen getötet. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen starb Ghanem al-Karbuli von der Reformbewegung Hal zusammen mit einem seiner Cousins und vier weiteren Menschen, als am Sonntag im Morgengrauen kurz hintereinander vier Sprengsätze detonierten. Vier Menschen erlitten Verletzungen.

Die Hal-Bewegung gehört dem Wahlbündnis von Ijad Alawi an, das bei der Parlamentswahl am 7. März die meisten Sitze errungen hatte. Der getötete Karbuli war selbst nicht bei der Wahl angetreten. Die Sprengsätze detonierten unweit von dessen Haus.

Der amtierende Ministerpräsident Nuri al-Maliki, dessen Liste auf dem zweiten Platz gelandet war, will verhindern, dass Alawi die Regierung bildet. Er hat angekündigt, das Ergebnis anfechten zu wollen.

bim/dpa/Reuters
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