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11. November 2005, 06:20 Uhr

Nach Wahlniederlage

Schwarzenegger gesteht Fehler ein

Nach der schweren Niederlage bei Volksabstimmungen über seine Reformprojekte gibt sich Arnold Schwarzenegger kleinlaut. Kaliforniens Gouverneur gestand Fehler ein und bot den Demokraten eine bessere Zusammenarbeit als bislang an.

Schwarzenegger: "Ich hätte auf meine Frau hören sollen"
AP

Schwarzenegger: "Ich hätte auf meine Frau hören sollen"

Los Angeles - "Ich funktioniere mit einer anderen Mentalität", sagte Schwarzenegger vor Journalisten in Sacramento. "Ich bin Draufgänger und ungeduldig, ich habe mein Leben stets mit einem so gearteten Programm gelebt und es ist mir immer gelungen", beschrieb sich der frühere Hollywood-Star.

In der Politik aber "muss man wohl geduldiger sein, und ich sehe das heute noch mehr so" als vor dem Referendum, sagte der gebürtige Österreicher. "Wenn ich einen weiteren Terminator-Film drehen würde, dann ließe ich Terminator in die Vergangenheit reisen, um Arnold von dieser Abstimmung abzuhalten", scherzte der frühere Action-Star. Zugleich bot der republikanische Gouverneur den Demokraten an, künftig stärker zusammenzuarbeiten.

Schwarzenegger hatte in der von ihm angesetzten Abstimmung den Bürgern vier Initiativen vorgelegt, die alle abgelehnt wurden. Er hätte auf seine Frau hören sollen, die ihm von der Sonderwahl abgeraten habe, sagte Schwarzenegger. Er ist mit der Demokratin und Kennedy-Nichte Maria Shriver verheiratet.

Schwarzenegger hat kürzlich seine Kandidatur für die nächsten Gouverneurswahlen im Herbst 2006 angekündigt. Nach Umfragen vom September würde derzeit die Mehrheit der kalifornischen Wähler gegen seine Wiederwahl stimmen. Nach einem triumphalen Wahlsieg 2003 ist Schwarzeneggers Beliebtheitsgrad in den letzten Monaten auf einen Tiefpunkt gesunken.

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