Nächtliche Schlacht Tausend Jugendliche randalieren in Kopenhagen

Sie rissen Steine aus dem Pflaster, setzten Müllcontainer in Brand, schlugen Schaufensterscheiben ein: Genau ein halbes Jahr nach den schweren Krawallen im Kopenhagener Stadtteil Nörrebro haben sich erneut rund tausend Randalierer heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert.


Kopenhagen - Ein Brandsatz explodierte in einem Polizeiauto. Die Polizei versuchte, die Situation mit Hilfe von Tränengas wieder unter Kontrolle zu bekommen. Nach Polizeiangaben wurden 40 Demonstranten aus der Autonomen-Szene festgenommen. Der Protest richtete sich gegen den Abriss eines Jugendhauses.

Das Viertel Nörrebro war schon Anfang März Schauplatz tagelanger, meist gewalttätiger Demonstrationen gegen den Abriss des Jugendhauses. Rund 700 Menschen wurden damals festgenommen.

Das Jugendhaus Ungdomshuset hatte der alternativen Szene rund 25 Jahre lang mit Genehmigung der Behörden als Anlaufstelle gedient. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt das Gebäude an eine christliche Sekte verkauft, die einen Räumungsbefehl erwirkte. Inzwischen wurde es abgerissen.

itz/AFP/dpa



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