Nahost Israel greift im Gaza-Streifen an - viele Tote

Israelische Truppen sind aus mehreren Richtungen in den Gaza-Streifen vorgedrungen. Nach palästinensischen Angaben kamen bei den Angriffen mindestens zehn Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.


Gaza - Chan Junis und Gaza waren nach palästinensischen Angaben die Ziele der Angriffe. Dabei seien zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind. Nach Angaben aus Krankenhäusern wurden bei dem Granatenbeschuss eines Vororts von Gaza 45 weitere Menschen verletzt.

Ein Hamas-Mitglied sei zudem bei dem Versuch, eine Bombe in Chan Junis zu entschärfen, getötet worden.

Die israelische Armee bestritt allerdings, für einen tödlichen Luftangriff auf das Fahrzeug eines ranghohen Mitglieds der radikalen Gruppe Islamischer Dschihad in Gaza verantwortlich zu sein.

Es handelte sich um den folgenschwersten Militäreinsatz Israels im Gaza-Streifen seit dem militärischen Sieg der Hamas über die Fatah.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert ist unterdessen in Jerusalem mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow zu einem Gespräch über die Lage in der Region zusammengetroffen. Knapp zwei Wochen nach dem militärischen Sieg der radikal-islamischen Hamas-Organisation über die konkurrierende Fatah im Gaza-Streifen bekräftigte Olmert die Absicht Israels, keinerlei Kontakt mit der Extremistengruppe zu unterhalten. Der einzige Gesprächspartner für Israel bleibe Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, betonte Olmert.

Lawrow hatte gestern Abend in einem Gespräch mit seiner israelischen Amtskollegin Zipi Liwni mit Blick auf den Machtkampf zwischen Hamas und Fatah gesagt, er halte nichts von einer Politik des "Teilens und Herrschens". Ein geteiltes Palästina sei ein Problem für Israel und die ganze Welt.

hen/dpa/Reuters



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