Nahost Israelische Soldaten erschießen Palästinenser

Soldaten der israelischen Armee haben im Westjordanland einen Palästinenser getötet. Sein Begleiter konnte fliehen. Bereits am Mittwoch waren zwei palästinensische Männer bei der Explosion einer Panzergranate gestorben.

Tel Aviv/Ramallah - Der Vorfall ereignete sich in der Nähe einer Siedlung im Westjordanland: Israelische Soldaten erschossen dort einen Palästinenser. Der Mann sei "verdächtig" gewesen, eine Waffe zu tragen, sagte eine Armeesprecherin am Donnerstag in Tel Aviv. Ein zweiter Palästinenser habe flüchten können. Die Sprecherin konnte nicht bestätigen, dass der Getötete wirklich eine Waffe bei sich trug.

Die beiden Palästinenser hatten sich nach Angaben der Sprecherin in der Nähe der jüdischen Siedlung Barkan aufgehalten - einem Gebiet, das unter "Rechtsprechung" der Siedlung steht. Als sie der Aufforderung, stehenzubleiben, nicht nachgekommen seien, hätten die Soldaten das Feuer eröffnet. Palästinenser hatten nach Angaben der Sprecherin in den vergangenen Wochen wiederholt versucht, in die Siedlung einzudringen.

Bei der Explosion einer Panzergranate waren nach palästinensischen Angaben am Mittwoch im Gaza-Streifen bereits zwei Palästinenser getötet und weitere sieben verletzt worden. Eine Gruppe von Männern habe versucht, eine Rakete auf Israel abzufeuern, sagte die Armeesprecherin. Bei einem der Getöteten handelt es sich nach palästinensischen Angaben um einen ranghohen Führer der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Heiliger Krieg. Zu den Verletzten gehöre auch ein zehn Jahre altes Mädchen.

kgp/dpa/AFP
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