Nahost-Konflikt Spaniens Parlament stimmt für Anerkennung Palästinas

Nach Schweden, Großbritannien und Irland schickt sich nun auch Spanien an, Palästina als Staat anzuerkennen. Eine entsprechende Vorlage im Parlament wurde jetzt angenommen.

Spanisches Parlament: Mehrheit hat sich für Palästinenserstaat ausgesprochen
AP/dpa

Spanisches Parlament: Mehrheit hat sich für Palästinenserstaat ausgesprochen


Madrid - Das spanische Parlament hat sich für die Anerkennung Palästinas als Staat ausgesprochen. Eine entsprechende Vorlage der sozialistischen Opposition fand im Abgeordnetenhaus in Madrid eine Mehrheit. In dem Papier wird die spanische Regierung aufgefordert, eine Anerkennung Palästinas in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union voranzutreiben. Die Regierung unterstützt das Vorhaben, das allerdings nicht bindend ist und keine Frist enthält.

Zuvor hatten bereits die Abgeordneten in Großbritannien und Irland ein solches Vorhaben befürwortet. Schweden ging Ende Oktober als erstes westeuropäisches EU-Mitglied noch einen Schritt weiter und erkannte Palästina formell als eigenständigen Staat an. Israel kritisierte dies scharf und zog seinen Botschafter aus Stockholm ab.

Angesichts des Stillstands im Nahost-Friedensprozess hoffen viele Staaten, mit der Anerkennung Palästinas eine neue Dynamik in Richtung einer Zweistaatenlösung zu erzeugen. Bislang erkannten 135 der 193 Uno-Mitgliedsländer die Staatlichkeit Palästinas an, unter ihnen die EU-Staaten Bulgarien, Malta, Polen, Rumänien, Tschechien, Ungarn und Zypern.

jbe/AFP



insgesamt 7 Beiträge
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recepcik 19.11.2014
1. Falscher Zeitpunkt
In einer Zeit in der die Palästinenser terrorisieren und provozieren ist das ein falsches Zeichen. Damit gibt man den radikalen Palästinensern den Eindruck mit Terror ihre Ziele zu erreichen, was vor allem die terroristische Hamas glaubt.
spiegelleser861 19.11.2014
2. Terrorstaat
Ein "Staat" dessen Bürger und Repräsentanten der Regierungspartei (Hamas) (!) offen dazu aufrufen, Bürger eines anderen Staates (Israel) zu töten und sogar Attacken auf betende Zivilisten in religiösen Stätten gutheißen, hat für mich keine Daseinsberechtigung. Das ist für mich ein genauso barbarischer Terrorstaat wie der IS. Solche Einstellungen noch mit Anerkennung zu belohnen, halte ich für kontraproduktiv.
Pandora0611 19.11.2014
3. Spanien will Palästina anerkennen
---Zitat--- Nach Schweden, Großbritannien und Irland schickt sich nun auch Spanien an, Palästina als Staat anzuerkennen. Eine entsprechende Vorlage im Parlament wurde jetzt angenommen. ---Zitatende--- Damit verärgern sie natürlich Israel. Für Israel sind die Palästinenser alles Terroristen. Hamas, Islamischer Dschihad und andere Terrorgruppen bestätigen sie in ihrer Meinung. Der letzte Anschlag war Gestern auf Betende in einer Synagoge.
hubidubi 19.11.2014
4.
Zitat von recepcikIn einer Zeit in der die Palästinenser terrorisieren und provozieren ist das ein falsches Zeichen. Damit gibt man den radikalen Palästinensern den Eindruck mit Terror ihre Ziele zu erreichen, was vor allem die terroristische Hamas glaubt.
Ein mutiger, logischer Schritt, der endlich auch von anderen Staaten nachvollzogen werden sollte. Seit Jahrzehnten existiert das Wechselspiel zwischen Verhandlungen und Krieg ohne nennenswerte Veränderung des Status Quo. Mit Anerkennung Palästinas als Staat besteht vielleicht die Möglichkeit, den orthodoxen Betonköpfen beider Seiten den Boden ein Stück zu entziehen. Eins darf man nicht vergessen: Die Mehrzahl der Palästinenser und Israelis wollen dort nur einfach in Ruhe leben.
theos001 19.11.2014
5. Gut so
Irgendwann muss auch Israel einsehen, das ihr Vorgehen gegen die Palästinenser in der Vergangenheit zu dem aggressivem Verhalten führt das sich nun mehr und mehr offen zeigt. Es werden auch zukünftig weitere Länder Palästina anerkennen. Hatte während des letzten offenen Konflikts zwischen dem Gaza-Streifen und Israel, mit vielen toten, vorgeschlagen, das gesamte Gebiet auf dem Israelis und Palästinenser leben horizental auf der höhe Jerusalems 50/50 oder 60/40 aufzuteilen (Norden Israel, Süden Palästina) mit Jerusalem als GEMEINSAME Hauptstadt - quasi als Vermischungszone. Beiden ist die Stadt immens wichtig. Ist es die Hauptstadt von beiden Völkern, richtig sich jeder Anschlag automatisch auch gegen das eigene Volk und das wird keine Seite akzeptieren. Beide Völker bekriegen sich schon solange, das doch keiner mehr weiß wer angefangen hat. Zieht einen Schlußstrich, schmeißt die Vergangenheit auf die Müllkippe der Geschichte und fangt neu an!
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