Nahost-Krise Attentat auf israelischen Minister

Palästinensische Extremisten haben heute Morgen in Jerusalem auf den israelischen Tourismusminister, Rechawam Seewi, geschossen. Er wurde lebensgefährlich verletzt.


Seewi hatte am Montag sein Ministeramt niedergelegt
AFP

Seewi hatte am Montag sein Ministeramt niedergelegt

Jerusalem - Nach ersten Polizeiangaben trafen die Schüsse Seewi in den Kopf. Der oder die Täter feuerten nach ersten Angaben auf den über 70-Jährigen, als dieser am Morgen sein Zimmer im Hyatt-Hotel an der Grenzlinie zu Ost-Jerusalem verlassen wollte. Er wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. Ein führender Arzt im Hadassah-Krankenhaus beschrieb seinen Zustand nach dem Attentat als kritisch. Drei Schüsse hätten ihn in Kopf und Hals getroffen.

Zu dem Anschlag bekannte sich nach Angaben des israelischen Rundfunks die radikale "Volksfront für die Befreiung Palästinas" (PFLP). Die israelische Armee hatte vor mehreren Wochen den Führer der PFLP, Abu Ali Mustafa, in Ramallah durch Raketenbeschuss getötet.

Seewi gehört dem israelischen Rechtsblock aus Nationaler Einheit und Jisrael Beitenu an, der am Montag seinen Austritt aus der Koalitionsregierung des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon erklärt hatte. Wirksam wird der Rücktritt erst heute Nachmittag. Damit protestierte der Rechtsblock gegen die Lockerung der Sanktionen gegenüber den Palästinensern.



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