Nahost Rebellen-Anwerber in Syrien erschossen

Er rief zum "heiligen Krieg" auf - und wurde jetzt selbst Opfer der Gewalt: In Syrien ist der hochrangige Geistliche Abu al-Kaka erschossen worden. Er soll Aufständische für den Kampf gegen US-Truppen im Irak rekrutiert haben.


Damaskus - Scheich Mahmud Abu al-Kaka sei am Freitag in der nördlichen Stadt Aleppo erschossen worden, sagte dessen Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Der mutmaßliche Täter sei bereits festgenommen worden. Von der syrischen Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme.

Unterstützt von tausenden Anhängern hatte Kaka zum "Heiligen Krieg" aufgerufen, um der US-Politik gegenüber Syrien Widerstand entgegen zu setzen. Nach Angaben von Experten soll Kaka in der letzten Zeit seine sonst scharfe Rhetorik gemildert haben. Außerdem sei er weniger aktiv gewesen. Kaka verließ Aleppo im vergangenen Jahr, kehrte aber in diesem Jahr wieder zurück und übernahm die Leitung einer religiösen Schule. Er war Vorbeter an einer Moschee im Norden der Stadt. "Ich fordere alle auf zu beweisen, dass ich jemals zum gesetzwidrigen Widerstand oder zu wahlloser Gewalt gegen ein Land aufgerufen hätte", sagte er.

Die USA und die pro-westliche irakische Regierung werfen der syrischen Führung vor, die Gewalt im Irak mitanzuheizen. Syrien hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen.

reh/Reuters

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