Westjordanland Palästinenser sticht 19-jährigen Israeli nieder

Die Angriffe auf Israelis im Westjordanland gehen weiter: In der Nähe von Hebron verletzte ein Palästinenser einen 19-jährigen Israeli mit einem Messer schwer. Der Angreifer wurde erschossen.


Im Westjordanland hat erneut ein Palästinenser einen Israeli angegriffen und verletzt. In der Nähe von Hebron attackierte ein Mann am Montagmorgen einen 19-Jährigen. Der Angreifer sei erschossen worden, teilte das israelische Militär mit.

Der Angriff ereignete sich an einer Kreuzung nahe Hebron. Die größte palästinensische Stadt im Westjordanland ist ein Schwerpunkt der Welle von Attentaten palästinensischer Angreifer auf jüdische Israelis.

"Der Angreifer stach sein Opfer in den Nacken und verwundete es schwer", teilte das israelische Militär mit. Der Palästinenser starb noch am Tatort, nachdem er von Schüssen getroffen wurde. Der schwer verletzte Israeli wurde in ein Krankenhaus in Jerusalem gebracht.

Seit Wochen greifen Palästinenser in Jerusalem und dem Westjordanland Israelis mit Schuss- und Stichwaffen an. Bei der Gewaltserie starben bislang acht Israelis, ein Afrikaner und 54 Palästinenser. Mehr als die Hälfte der Palästinenser waren Angreifer, die bei ihrer Tat erschossen wurden. Die anderen kamen bei Zusammenstößen mit dem israelischen Militär ums Leben.

Als ein Auslöser der Gewaltwelle gelten Streitigkeiten um den Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt. Die Stätte ist Juden wie Muslimen heilig. Es geht um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Plateau des Tempelbergs, wo einst der von den Römern zerstörte zweite jüdische Tempel stand und wo sich heute die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom befinden.

brk/AFP



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