Nato-Osterweiterung Sieben Staaten besiegeln Beitritt

Die größte Erweiterungsrunde in der Geschichte der Nato ist so gut wie besiegelt. In Brüssel unterzeichneten die Außenminister der sieben neuen Mitgliedsstaaten und Nato-Generalsekretär George Robertson die Beitrittsprotokolle.


George Robertson: Weg frei zum "wiedervereinten Europa"
EPA/DPA

George Robertson: Weg frei zum "wiedervereinten Europa"

Brüssel - Die Beitrittskandidaten Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, die Slowakei, Rumänien und Bulgarien sollen im Mai 2004 in die Nato aufgenommen werden. Sechs der neuen Mitgliedsstaaten sowie die 19 heutigen Nato-Länder müssen die Erweiterung noch ratifizieren. In Slowenien ist das bereits geschehen. In einem Referendum zum Nato-Beitritt am vergangenen Sonntag stimmten 66 Prozent der Wahlberechtigten mit Ja.

Robertson sprach von einem Wendepunkt. Beim feierlichen Akt in Brüssel sagte er, nun sei der Weg geebnet zum "Aufbau eines wiedervereinten und freien Europas". Es sei ein in "Frieden, Demokratie und gemeinsamen Werten" vereintes Europa, vom Baltikum bis zum Balkan, vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer.

Die Nato hatte die Aufnahme der Sieben auf ihrem Gipfel im November in Prag beschlossen. Mit den baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen werden erstmals frühere Sowjetrepubliken dem transatlantischen Bündnis angehören. Polen, Ungarn und Tschechien waren der Nato 1999 als erste frühere Warschauer-Pakt-Staaten beigetreten. Nach der zweiten Osterweiterung werden der Nato 26 Staaten angehören.

Die USA hatten sich besonders für die Nato-Erweiterung stark gemacht. Im Gegenzug haben die neuen Mitglieder den Kurs der Bush-Regierung im Irak-Konflikt weitgehend unterstützt.



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